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Meinungen Frank Behling zu den Nachwuchssorgen der Bundeswehr
Mehr Meinungen Frank Behling zu den Nachwuchssorgen der Bundeswehr
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07:00 21.12.2015
Von Frank Behling

Am Geld für Imagekampagnen mangelt es nicht: Aktuell sollen zehn Millionen Euro für eine Plakataktion ausgegeben werden – sie wird vermutlich genauso wirkungslos verpuffen wie teure Showtrucks und Fernsehspots.

Der Dienst als Soldat ist im Vergleich zu anderen Berufen in Deutschland unattraktiv – und viele Gründe sind hausgemacht. Das jüngste Beispiel ist die Soldaten-Arbeitszeitverordnung. Was als Steigerung der Familienfreundlichkeit gedacht war, wird der Marine den nächsten Aderlass bringen. Ab 1. Januar sollen die Soldaten nicht mehr auf ihren Schiffen und Booten übernachten. Das ist für den 40-jährigen Bootsmann mit Haus und Familie am Heimatstandort eine große Erleichterung. Der 20-jährige Gefreiter sieht aber vor allem die fehlenden Zuschläge auf den Wehrsold, die bislang ein gewichtiger Grund für die Verpflichtung bei der Marine waren.

Die Kommandanten der Marineeinheiten haben ihrem Unmut über die neue Verordnung auf diversen Versammlungen Luft gemacht. Denn das wichtigste Werbemittel sind zufriedene Soldaten. Wenn jetzt der Marine die Soldaten davonlaufen, bringen auch teure Kampagnen nichts. Die zehn Millionen Euro wären in Form von Zulagen besser investiert.

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Andreas Geidel 21.12.2015

Das war’s dann also. Nachdem einmal mehr alle Argumente, Sorgen, Risiken und Befindlichkeiten ohne großen Erkenntnisgewinn zur Sprache gekommen waren, hat die Mehrheit der Abgeordneten im Kieler Landtag den Finger gehoben, um die HSH Nordbank vor der sofortigen Abwicklung zu bewahren.

Ulrich Metschies 18.12.2015

Die „Gorch Fock“ ist wieder einmal in der Werft. Die Bark wird bald 60 Jahre alt. In diesem Alter sind Schiffe noch lange nicht schrottreif, sie brauchen aber liebevolle Pflege. Die Taktfolge der Werftüberholungen ist deshalb auch bei der „Gorch Fock“ immer kürzer geworden. Der Stolz der Marine muss neuesten Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Frank Behling 16.12.2015
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