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Frank Behling zu emissionsfreien Schiffen

Kommentar Frank Behling zu emissionsfreien Schiffen

In der Schifffahrt tut sich was beim Umweltschutz. Die Reederei Scandlines hat sich für ihr Projekt der „Zero Emission Ferry“ mit Siemens einen kraftvollen Partner aus der Industrie gesucht.

Der deutsche Technologiekonzern hat vor zehn Jahren mit der „Aidadiva“ das damals größte deutsche Kreuzfahrtschiff mit Elektromotoren ausgestattet. Jetzt hat Siemens zusammen mit Scandlines die größten Hybrid-Fähren in Fahrt gebracht. Der nächste Schritt könnte 2020 oder 2021 folgen. Dann sollen im Fehmarnbelt auf der Vogelflugroute die vier Hochseefähren auf emissionslosen Antrieb umgerüstet werden.

 Inzwischen gibt es große Batterieblöcke, die wie Container in Schiffen verbaut werden. Der Weg dahin war bislang voller Hindernisse und Herausforderungen. Umweltaktivisten verweisen zwar stets darauf, dass es die Technik für emissionslosen Antrieb an Land ja längst gebe. Das ist aber wie der Vergleich zwischen einer Modellbahn und einem ICE. Die Dimensionen zwischen Verkehrsmitteln an Land und auf See liegen meilenweit auseinander. Zwischen Idee, Umsetzung und Zulassung des Hybrid-Antriebs für die Scandlines-Schiffe lagen fast zehn Jahre. Dies zeigt einmal mehr, wie sehr man in der Schifffahrt für technische Veränderungen einen langen Atem haben muss. Der oft geforderte schnelle Kurswechsel beim Antrieb der rund 50000 Tanker, Frachter und Containerschiffe der Welthandelsflotte dürfte sich kaum umsetzen lassen.

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