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Frank Behling zum Kieler Hafen

Kommentar Frank Behling zum Kieler Hafen

Der Kieler Hafen war nicht immer auf der Sonnenseite der Seeverkehrslogistik. Lange musste der Kieler Handelshafen im Schatten der Marine und der Werften leben. Mit der Übernahme der alten Werftanlagen des Ostuferhafens legte der Seehafen aber vor 30 Jahren den Grundstein für den heutigen Erfolg.

Die Marke von acht Millionen Tonnen ist in greifbarer Nähe, so wie bei den Passagieren die Marke von zwei Millionen Reisenden. Einmal mehr zeigt sich, dass die Bereitstellung von Flächen für den Seeverkehr und Hafenumschlag nur langfristig betrachtet rechnen. Der Forstprodukteumschlag wird aller Voraussicht nach bereits in diesem Jahr das gesteckte Ziel erreichen.

 Weitere Potenziale zeichnen sich bereits ab, etwa beim Containerumschlag und in dem wieder erstarkten Russland-Handel. Für Kiel spricht dabei die Lage am Nord-Ostsee-Kanal sowie die Kombination mit den Fährlinien. Doch es gibt auch Hausaufgaben zu meistern. Der Ausbau der Bahnanbindung muss dringend vorangetrieben werden. Auch das Sichern weiterer Flächen in Hafennähe ist wichtig. Es muss jetzt an die Gewerbeansiedlungen im kommenden Jahrzehnt gedacht werden. Besonders die Kombination von Schiff und Schiene zeigt sich auch unter ökologischen Aspekten als Weg in die Zukunft. Dazu gehören in Kiel neben dem Grundstück des Kohlekraftwerks besonders die Flächen des ehemaligen Marinefliegerhorstes in Holtenau. Nur wenn Kiel am Wasser Reserven hat, kann die Wirtschaft sich weiter so positiv entwickeln.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Seehafen Kiel
Foto: Die Zeichen im Hafen stehen auf Wachstum. Auch der kombinierte Güterumschlag von Schiff und Schiene trägt dazu bei.

Der Seehafen Kiel hat eines der besten Halbjahresergebnisse seiner Geschichte erzielt. In den ersten sechs Monaten wurden in Kiel erstmals 3,7 Millionen Tonnen über die Kaikanten bewegt. Damit konnte ein Zuwachs von 20 Prozent erzielt werden.

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