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Meinungen Frank Behling zum Lotsenmangel
Mehr Meinungen Frank Behling zum Lotsenmangel
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22:22 07.09.2016
Von Frank Behling

Die Ursache liegt auf der Hand: Allen Versprechen der Reeder zum Trotz sinkt die Zahl der Schiffe mit einer deutschen Flagge stetig. Der Wechsel zur Flagge eines EU-Landes wie Malta, Portugal oder Luxemburg wird gern als Kompromiss propagiert – aber auch dann tragen die jungen Offiziere tarifliche Nachteile und haben oft noch nicht einmal mehr die Chance auf einen besser dotierten Platz als Wachoffizier.

Wie aber sollen Firmen, Behörden und Lotsenbrüderschaften all die Stellen besetzen, für die sie bislang auf erfahrene Kapitäne aus der deutschen Schifffahrt zurückgreifen konnten? Der Vorschlag, den Weg zum Bachelor im Fach Nautik um ein spezielles Profil für die Seelotsenausbildung zu erweitern, zielt in die richtige Richtung. Denn wenn heute ein Kapitän aus der Handelsschifffahrt nach vier Jahren auf einem Containerschiff seine Grundausbildung als Lotse beginnt, hat er in der Asienfahrt weniger An- und Ablegemanöver gefahren als ein Lotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal in einer Woche. Deshalb ist es sinnvoll, schon junge Menschen für die Tätigkeit auszubilden, die sie mutmaßlich über Jahrzehnte ausüben werden. Wichtig ist allerdings, dass daraus keine Abstriche an der Qualifikation der Lotsen folgen.

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