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Meinungen Frank Behling zum Marineschiffbau
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10:01 13.03.2018
Von Frank Behling
KN-Schifffahrtsexperte Frank Behling sieht im neuen Deal eine Chance. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Fast 6000 Werftarbeiter und 20000 Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben hängen heute direkt am Bau von Marineschiffen.

Angesichts dieser Größe ist es nur richtig, den Überwassermarineschiffbau im Koalitionsvertrag als Schlüsseltechnologie einzustufen. Damit sind die deutschen Werften besser gegen ausländische Wettbewerber geschützt. Dieser Schutz darf aber keinesfalls dazu führen, dass bei Rüstungsprojekten der öffentliche Auftraggeber keine Wahl hat. Das Vergabeverfahren zur MKS 180 ist ein guter Schritt, um zumindest wieder etwas Wettbewerb in diesen Markt zu bringen. Die seit Jahrzehnten in einer Arbeitsgemeinschaft gemeinsam anbietenden Werften TKMS und Lürssen waren sich ihrer Sache zu sicher und flogen aus dem Wettbewerb.

German Naval Yards aus Kiel kam dagegen als neue Kraft ins Rennen und hat jetzt die besten Chancen im Poker um den Milliarden-Auftrag. Dem deutschen Schiffbau kann dieser Wettbewerb nur gut tun. Angesichts der langen Liste an Problemen bei den zuletzt gebauten Schiffen aus dem Hause TKMS/Lürssen war der sprichwörtliche Wechsel der Pferde jetzt auch aus Sicht der Marine dringend geboten.

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