0 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Frank Behling zur "Gorch Fock"

Kommentar Frank Behling zur "Gorch Fock"

Es grummelt in der Marine. Erst vor wenigen Tagen ging es nämlich ganz schnell. Eines der letzten beiden Landungsboote wurde in der Werft verschrottet. Das Boot war über 50 Jahre alt und die Reparatur unwirtschaftlich, so die Begründung.

Voriger Artikel
Jan v. Schmidt-Phiseldeck zur Bahn
Nächster Artikel
Ulrich Metschies über Ceta

KN-Redakteur Frank Behling.

Quelle: *

Kiel. Ersatz für die Ausbildung der jungen Soldaten des Seebataillons ist nicht in Sicht. Landungsboote sind in der Bundeswehrplanung und den verteidigungspolitischen Richtlinien schlicht vergessen worden. Zur gleichen Zeit werden in einem Dock im Bremerhavener Fischereihafen 75 Millionen Euro in die Sanierung eines 60 Jahre alten Segelschiffes gesteckt. Das Verständnis, weshalb da streng abgeschirmt die „Gorch Fock“ zu einer schwimmenden Elbphilharmonie mutiert, geht nicht nur in der Öffentlichkeit langsam verloren. Auch in der Marine zweifeln immer mehr Soldaten an dem, was da im Ministerium und dem Verwaltungsapparat Bundeswehr abläuft.

Sämtliche Nato-Partner sind heute schneller und effizienter bei Neubauprojekten. Planungs- und Bauzeiten von 15 Jahren, wie für die deutschen Fregatten der Klasse 125, sind in der Nato einmalig. Nach vier Jahren unter der Führung von Ursula von der Leyen ist in der Marine nichts von einem Kurswechsel zu spüren. In Deutschland steckt dafür weiter der Wurm im Beschaffungsapparat.

Da passt es ins Bild, dass aus Mangel an Planung nicht einmal gelingt, zwei einfache Doppelhüllentanker für die Marine zu beschaffen.

Von Behling Frank

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Meinungen 2/3