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Meinungen Frank Behling zur Lage der Werften
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16:30 16.09.2015
Von Frank Behling

Die Nutzung der Meere reicht von Windparks über Fischerei und Aquakultur bis hin zum Tiefseebergbau. Die Nutzung der Meere erfordert auch leistungsfähige Schiffe. Wenn dieses Knowhow in Deutschland erhalten bleiben soll, müssen auch deutsche Werften eine Zukunft haben. Dabei geht es nicht unbedingt um Containerschiffe. Entscheidend ist vielmehr der Bau hochwertiger Spezialschiffe. Sie müssen auch in Zukunft kostendeckend zwischen Emden und Wolgast gebaut werden können.

Reagiert die Bundesregierung nicht, werden die deutsche Werften bald nur noch Kriegs- und Kreuzfahrtschiffe bauen. Direkte Subventionen sind aber der falsche Weg. Durch Subventionszahlungen wird meist eine veraltete Technik am Leben gehalten. Die Förderung muss in der Vergabe von Aufträgen zum Bau von Spezialschiffen bestehen. Der Bund ist nämlich auch ein Großreeder. Mehr als 100 Forschungsschiffe, Tonnenleger oder Patrouillenboote tragen die Bundesflagge am Heck. Viele sind überaltert. Im nächsten Jahr wird beispielsweise das Kieler Forschungsschiff „Poseidon“ 40 Jahre alt. Es ist höchste Zeit für einen Neubau. Warum nicht mit einem neuartigen LNG-Antrieb? Hier könnte der Bund Vorreiter sein und den Werften den Weg ebnen.

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Kristian Blasel 16.09.2015

Selber schuld, könnte man sagen, wenn Autofahrer mit breiten Karossen in der schmalen Mittelspur der Baustelle B 76 anecken. Dreimal wird der Engpass vorher angezeigt – Zeit genug zum Wechseln auf die sichere Außenbahn ist allemal. Aber halt: Es sind nicht alles ungeduldige Raser, die durch die Mitte wollen. Offensichtlich unterschätzen viele die enge Situation.

Ralph Böttcher 16.09.2015

Beim Angeln gibt es eine goldene Regel: Der Köder muss nicht dem Fischer, sondern dem Fisch schmecken. Genau das hat die Nord-CDU bei der Kür ihres Spitzenkandidaten Ingbert Liebing missachtet. Der Landesvorsitzende ist zwar ganz nach dem Geschmack der Parteifunktionäre. Der farblose Bundestagsabgeordnete hat bisher aber so wenig Landesprofil, dass bis auf weiteres unklar ist, warum die Wähler bei der CDU anbeißen sollen.

Ulf B. Christen 13.09.2015