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Frank Behling zur neuen Militärstrategie

Kommentar Frank Behling zur neuen Militärstrategie

Lange sah es so aus, als ob die Bundeswehr ein Auslaufmodell sei. Bei Bürgermeistern wurde die Umwidmung von Kasernen als Wirtschaftsfaktor bewertet. Doch das Land zwischen den Meeren ist angesichts der wachsenden Spannung mit Russland plötzlich wieder von strategischer Bedeutung.

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Marineexperte Frank Behling

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die Folge: In Jagel, Husum, Eckernförde und Kiel werden die Standorte wieder aufgewertet. Besonders die Marine profitiert von der Trendwende. Ein Großteil der Millioneninvestitionen kommt nach Schleswig-Holstein. Vorbei sind die Zeiten, in denen Verteidigungsminister die Verlegung von Aufgaben und Schiffen zur Nordsee mit der Begründung rechtfertigten, dass zukünftige Einsatzgebiete ja ohnehin irgendwo im Mittelmeer oder Übersee lägen. Die Ostsee steht wieder im Fokus der Politik. Seit Russland 2017 erstmals ein Atom-U-Boot in die Ostsee schickte und neue Landungsschiffe bauen lässt, hat sich der Wind gedreht.

Zwar trennt die russische Marine der Putin-Ära qualitativ und quantitativ Welten von dem Niveau der einstigen Sowjetmarine, gleichwohl reichen ihre Fähigkeiten für gezielte Konfrontationen mit den baltischen Staaten oder mit Dänemark und Polen. Und genau hier kommt Deutschland als regionale Führungsmacht eine wichtige Rolle zu. Die Bundesrepublik ist im Ostseeraum die einzige Nation, die Russland Paroli bieten kann. Genau deshalb ist es so wichtig und richtig, die Stützpunkte in Schleswig-Holstein zu stärken.

Von Behling Frank

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Marinestandort gestärkt
Foto: Blick in den Tirpitzhafen: Hier liegt das 3. Minensuchgeschwader mit seinen aktuell zwölf Booten.

Der Marinestandort Kiel, zu dem derzeit rund 3000 Soldaten und zivile Beschäftigte gehören, wird weiter gestärkt. Das 3. Minensuchgeschwader, das mit 800 Soldaten und zwölf Booten der größte Verband im Kieler Hafen ist, steht vor einer umfassenden Modernisierung.

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