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Gerhard Müller zur Zeitrechnung im Handball

Kommentar Gerhard Müller zur Zeitrechnung im Handball

Handball ist eine der Top-Sportarten in Deutschland – und bekommt jetzt endlich die verdiente mediale Aufmerksamkeit. So steht es auf der Homepage von Sky. Ein Werbespruch des Bezahlkanals noch ohne erkennbaren Wahrheitsgehalt.

Was gemeint ist, liegt auf der Hand: Wenn ein Sender alle Spiele und alle Tore einer Sportart exklusiv zeigt, wird sich das in Einschaltquoten auszahlen. Beim Bundesliga-Start erwies sich diese Erwartung als Irrtum. Am vergangenen Sonntag flimmerte die erste Konferenzübertragung mit vier Bundesligaspielen frei empfangbar bei Sky Sport News über den Bildschirm, aber mit 50.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 0,3 Prozent war das Interesse – überschaubar.

 Morgen beginnt auch für den THW Kiel, dessen Auftritt am Mittwoch in Lübbecke nur 10.000 bei Sky verfolgten, die neue Zeitrechnung. Um 12.30 Uhr, wenn normalerweise der Sonntagsbraten im Ofen schmort, empfängt der Rekordmeister den SC Magdeburg. Die Zebras und deren Fans stört die ungewohnte Anwurfzeit nicht sonderlich. An der Förde könnte auch morgens um fünf gespielt werden und die Halle wäre voll.

 Doch ob alle Klubs und Fans mit der zur von Sky diktierten Mittagsstunde glücklich werden, muss sich erst noch erweisen. Der Sender hat zwar mit seinen Champions-League-Übertragungen Top-Niveau erreicht, „mediale Aufmerksamkeit“ definiert sich jedoch durch ganz andere Einschaltquoten. Aber gut, aller Anfang ist nun mal schwer. Oder wie der „Kaiser“ sagen würde: Schaun mer mal.

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Gerhard Müller
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