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Hans-Jürgen Jensen zu Rendsburgs Baustellen

Kommentar Hans-Jürgen Jensen zu Rendsburgs Baustellen

In der Nacht zum Sonnabend sperrt die Kanalbehörde den Rendsburger Fahrzeugtunnel, am darauffolgenden Mittwoch macht der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zwei Anschlussstellen an den Bundesstraßen 77 und 202 rings um den Tunnel tagsüber dicht.

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Quelle: KN

Da rattert sofort das Kino im Kopf: Von Punktstrahlern im Wechsel angeleuchtet sitzen da mehrere Spitzenbeamte, die nicht weiter als bis zur eigenen Schreibtischkante denken. Staatsdiener, die nicht in der Lage sind, über Behördengrenzen miteinander zu telefonieren. Bürokraten, die von Rendsburger Tunnelengpass und Achterwehrer Autobahnbaustelle genervte Autofahrer gnadenlos in die nächste Straßensperre schicken.

Schönes Bild. Bedient es doch wieder sämtliche Vorurteile. Und das vorzugsweise in der Region Rendsburg, die schon genug unter Tunnelbaustelle, ausgefallener Schwebefähre und maroder Rader Hochbrücke zu leiden hat. Doch so griffig das Bild auch sein mag, so falsch ist es auch.

Denn Kanalbehörde, Landesstraßenbaubetrieb und Kreis legen überzeugend dar, dass es nicht anders zu machen ist als mit Sperrungen an zwei unterschiedlichen Tagen. Was bleibt, ist nur die Hoffnung, dass am kommenden Mittwoch kein schwerer Unfall auf der Rader Hochbrücke passiert und die Urlauber schon in ihren Ferienquartieren sind. Denn sonst wäre Rendsburg womöglich nahe dran am Verkehrsinfarkt. Es wäre nicht das erste Mal für die Stadt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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