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Meinungen Heike Stüben zum DAK-Psychoreport
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12:22 02.11.2015
Von Heike Stüben

Denn bei keiner anderen Krankheit – abgesehen von Umwelterkrankungen – werden die Betroffenen so alleingelassen. Wer in Deutschland einen Therapieplatz sucht, wartet im Schnitt ein halbes Jahr darauf. Das bedeutet: Manche warten, wenn der Leidensdruck zu groß geworden ist und sie sich endlich zu ihrer Erkrankung bekennen, über ein Jahr auf Hilfe. Vorher telefonieren sie lange Listen ab, um einen freien Platz bei einem Psychotherapeuten zu ergattern – nicht ahnend, ob der Therapeut und seine Methode in diesem Fall überhaupt passen.

So wird wertvolle Zeit vergeudet, die Erkrankung verschlechtert sich, die Behandlung dauert umso länger. Leiden werden unnötig vergrößert, Kosten massiv in die Höhe getrieben. Dass für das gleiche Geld die doppelte Menge Patienten behandelt werden könnte, wenn diese nur schnell genug in Therapie kämen, hat die Hospitalgesellschaft schon im Jahr 2004 nachgewiesen. In Schleswig-Holstein wird zwar versucht gegenzusteuern: mehr Therapeuten, mehr Beratung, mehr integrative Behandlungen. Doch der große Wurf fehlt. Psycho-Reporte sind gut und schön. Aber den Kranken helfen sie überhaupt nicht.

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