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Meinungen Heike Stüben zum Wohnungsbau
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10:00 12.07.2017
Von Heike Stüben

Die Menschen haben ja ihre Gründe, warum sie dort nicht wohnen wollen: Ausbildung- oder Studienplatz, der eigene Arbeitsplatz oder der des Partners, unzureichende Kita-Öffnungszeiten, eine schlechte Verkehrsanbindung... Dazu kommt: Vor allem junge Leuten, auch gut ausgebildete Paare werden von dem Lebensgefühl in den angesagten Städten angezogen. Wer da als Gemeinde junge Leute halten oder wiedergewinnen will, kann nur mit attraktiven Grundstücken und Wohnungen punkten.

 Das Problem: Das Gros der Wohnungen muss bis 2020 stehen. Das ist offenbar verschlafen worden. Unmöglich wäre es nicht gewesen. In den Jahren 1995 bis 1999 wurden jedes Jahr 21000 Wohnungen im Land gebaut – jetzt hätten es 15600 bis 17000 sein müssen. Doch man hat zu lange gezögert – jahrelang die Mahnungen etwa des Mieterbundes ignoriert. Ob das Versäumnis noch aufzuholen ist, ist fraglich. Sicher ist: Oft hakt es schon daran, dass es nicht genug Planer in den Kommunen gibt. Und sollten wieder mehr Flüchtlinge kommen oder die meisten Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren – ist diese Prognose wieder überholt.

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Kritik an der Einsatzführung bei der eskalierten „Welcome to Hell“-Demo am Donnerstag? Ein (zu) spätes Eingreifen gegen Straßenschlachten auf der Schanze Freitagnacht? Diese Stimmen sind in der Minderheit – zumal sie sich vor allem gegen die Einsatzleitung richten.

Niklas Wieczorek 11.07.2017

Jetzt sollen also die Kleinsten in ihren Kitas auch schon was zu sagen haben: bestimmen, was es mittags zu essen gibt oder was nicht. Welche Regeln doof und welche Spiele prima sind. Ja, das sollen sie. Und werden dabei schnell merken, dass Demokratie alles andere ist als ein Wunschkonzert.

Jürgen Küppers 11.07.2017

Ein Bummel durchs Hamburger Schanzenviertel ist für viele von uns ein ganz normales Wochenendvergnügen. Hier, im gentrifizierten Altbauquartier, lässt sich ganz wunderbar Mate-Limo trinken, hier gibt es ultra angesagte Sneaker zu kaufen – Großstadtluft für Landeier. Rote Flora, Punks und Linksautonome wurden in den vergangenen Jahren zunehmend zur Folklore – übrigens auch für die Hamburger selbst. So kann man sich täuschen.

Christian Hiersemenzel 10.07.2017