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Meinungen Heike Stüben zum sozialen Wohnungsbau
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07:53 10.12.2015
Von Heike Stüben

Das Beispiel sozialer Wohnungsbau zeigt: Plötzlich ist vieles möglich.

Da vergeben Verwaltungen Baugenehmigungen in Rekordzeit. Da entwickeln Architekten reihenweise kluge und ansehnliche Lösungen für nachhaltiges Bauen. Da tun sich Baufirmen und Handwerksbetriebe zusammen, um die Aufträge im Land zu halten. Da zeigen Firmen soziale Verantwortung und bauen nicht nur Wohnungen, sondern binden dabei Flüchtlinge mit ein. Da wird ein Mustermietvertrag für Flüchtlingswohnungen entwickelt, der bundesweit zu einem Renner wird.

Alles aus der Not geboren – und am Ende ein Gewinn für viele. Denn jahrzehntelang wurde der soziale Wohnungsbau im Land vernachlässigt. Wer eine preiswerte Wohnung im Raum Kiel, im Hamburger Speckgürtel oder auf den nordfriesischen Inseln sucht, kann ein Lied davon singen. All die Mahnungen haben wenig bewirkt, die Veränderungsbereitschaft hinkte meilenweit dem Bedarf hinterher.

Jetzt wird geklotzt. Weil viele Bürger nicht auf die Probleme starren, sondern sich fragen: Wie lässt sich das sinnvoll und lebensnah lösen? Sie handeln, wo andere lamentieren und nur die Krise sehen. Schleswig-Holstein zeigt, was in ihm steckt.

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Heike Stüben 08.12.2015
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