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Meinungen Heike Stüben zur Leiharbeit
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10:00 29.06.2018
Von Heike Stüben
Lokalredakteurin Heike Stüben Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Und die Pflegekräfte nutzen diese Alternative, weil alle anderen Formen ihres Protestes nicht zu einer Verbesserung der Arbeitssituation in den Pflegeberufen geführt haben. Verdenken kann man es ihnen nicht. Nur: Die Flucht in die Zeitarbeit löst das Problem nicht. Im Gegenteil: Sie verschärft die Situation in der Pflege. Aber diese Entwicklung könnte den finanziellen Druck so stark erhöhen, dass sich endlich etwas grundsätzlich ändert. Denn ein bisschen Personal hier, ein bisschen mehr Geld dort – das reicht schon längst nicht mehr.

Arbeitsanfall und Personalkapazität müssen wieder zusammenpassen, Arbeitsrecht muss wieder gelten. Mehr Geld? Ja. Aber dann muss auch sichergestellt werden, dass dieses Geld für Personal aufgewendet wird und Patienten und Pflegebedürftigen zugute kommt. Es darf nicht länger sein, dass einige Pflegekonzerne Personalmangel vorschieben, um die Rendite zu erhöhen und Aktionäre zu befriedigen. Und für die ganze Branche gilt: Solange der Beruf und die Arbeitsbedingungen nicht für sich selber werben, nützen auch Kopfprämien, bunte Prospekte und neue Ausbildungsplätze nichts.

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