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Meinungen Heike Stüben zur Pflegeberufereform
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22:06 06.06.2018
Von Heike Stüben
Heike Stüben kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Zu Unrecht, findet der schleswig-holsteinische Gesundheitsminister. Und er hat recht. Allein die Tatsache, dass Altenpflegekräfte täglich mit der abnehmenden Kraft von Menschen und mit ihrem Tod umgehen müssen, wird bisher viel zu wenig gewürdigt. Das soll nun über die Pflegeberufereform gleich mit geändert werden.

Ein Selbstgänger ist das nicht. Denn vor allem in Krankenhäusern gibt es Vorbehalte. Und zumindest die Angst, man werde sich gegenseitig die Fachkräfte ausspannen, ist durchaus berechtigt. Die Politik hat das bewusst einkalkuliert: Man will auf diese Weise die Konkurrenz in der Pflege ankurbeln. Die Träger sollen gezwungen werden, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das ist einerseits notwendig, birgt andererseits aber in einem Flächenland ein Risiko: Pflegekräfte könnten vom Land in die Zentren abwandern. Schon jetzt gibt es vor allem bei den ambulanten Diensten weiße Flecken im Land. Gebiete ohne Pflege – das aber darf nicht passieren.

Eine weitere Folge der Pflegeberufereform ist unausweichlich: Pflege wird teurer werden. Das müssen wir gemeinsam tragen. Ob das jetzige Modell aus Pflegeversicherung, Eigenmitteln und staatlicher Unterstützung wirklich auf Dauer tragfähig sein wird, ist dabei keineswegs sicher.

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