Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Heike Stüben zur Schweinepest
Mehr Meinungen Heike Stüben zur Schweinepest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 20.07.2018
Von Heike Stüben
Heike Stüben zur Schweinepest.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Erinnerung an die klassische Schweinepest in den 90er-Jahren lässt ahnen, was das bedeuten würde: Damals wurden in Deutschland rund zwei Millionen Schweine gekeult, also vor Ende der ohnehin geringen Lebenszeit getötet, die wir den Tieren zubilligen. Zudem würden die Exporte einbrechen – Russlands Importverbot für deutsches Schweinefleisch würde Schule machen.

Damit zeigt die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest, wie hoch der Preis ist, der für eine globalisierte Wirtschaft, riesige Tierbestände und Tiertransporte über Kontinente hinweg gezahlt werden muss. Angekurbelt wird die Verbreitung mancher Tierseuche und Zoonose (also auf Menschen übertragbare Krankheit) dabei zusätzlich durch den Klimawandel. Auch sie ist eine Folge unseres Lebensstils. Präventionsmaßnahmen, wie sie Schleswig-Holstein gegen die Afrikanische Schweinepest, ergreift, sind zweifellos notwendig. Aber sie offenbaren auch Hilflosigkeit. Denn die Ursachen dafür, dass Seuchenerreger trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts so gute Verbreitungsbedingungen finden, werden nicht angegangen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Kfz-Gewerbe im Land fordert, dass Hardware-Nachrüstsysteme für Dieselfahrzeuge auf den Markt kommen dürfen. Das überrascht nicht. Schließlich würde sich damit für die 1150 Kfz-Innungsbetriebe in Schleswig-Holstein eine neue Verdienstquelle auftun.

Heike Stüben 20.07.2018

Die Landesregierung macht angesichts voller Kassen Strukturpolitik mit der Gießkanne. Aktuelles Beispiel ist die Förderung kommunaler Sportanlagen. Jede Stadt und jedes Dorf bekommt seinen Traum-Bolzplatz genehmigt, am liebsten mit Kunstrasen und Flutlicht.

Ulf B. Christen 19.07.2018

Es ist eine schwierige Grätsche, die dem Kieler Seehafen in den nächsten Jahren gelingen muss. Der wirtschaftliche Erfolg, den ihm im Prinzip alle gönnen sollten, muss stets ökologischen Ansprüchen genügen – sonst geht die Akzeptanz in der Bevölkerung auf Dauer verloren.

Kristian Blasel 18.07.2018