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Meinungen Heike Stüben zur Überdüngung
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21:42 25.01.2016
Von Heike Stüben
Kiel

Übernutzung der Böden, das bedeutet eben auch schlechte Wasserqualität und Artenschwund im und auf dem Boden. Die Folgen: abnehmende Bodenfruchtbarkeit, mehr Erosion. So geht immer mehr von unserer Lebensgrundlage verloren – pro Kopf auf der Welt schon drei Tonnen im Jahr. Ein stilles Selbstvernichtungsprogramm.

Es ist deshalb ein Skandal, dass Deutschland jahrelang die Novellierung der Düngeverordnung verweigert hat und nun die Empfehlungen der Wissenschaftler nur halbherzig umsetzen will. Die Landwirte sollten nicht darauf warten, sondern handeln. Ein Drittel macht das schon. Aber es müssen alle tun. Wenn nicht aus Verantwortungsbewusstsein, dann aus Eigennutz.

Wirtschaftlich nicht machbar, argumentieren CDU und Landwirte. Die Kieler Forscher widersprechen. Der Düngerüberschuss lasse sich deutlich senken – ohne wirtschaftliche Einbußen. Das wäre ein Anfang. Die Debatte, ob wir unsere Umwelt kaputtmachen wollen, um immer mehr zu produzieren, Fleisch und Milchprodukte in Länder zu exportieren und den Bauern dort die Wirtschaftsgrundlage zu entziehen, ersetzt das nicht.

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Das gehört schon fast zum guten Ton: Dass Unternehmen im Kampf um Milliarden-Aufträge nicht nur ihre Leistung herausstellen, sondern auch die Schwächen der Wettbewerber. Und für einen solchen Mega-Auftrag, um den ThyssenKrupp kämpft, gilt das erst recht. Ein faires Spiel der Kräfte ist das nicht.

Jörn Genoux 24.01.2016

Ja, man darf beherzt darüber sprechen, ob es in Ordnung ist, wenn für Menschen aus Syrien und dem Irak rechtsstaatliche Maßstäbe von einem Tag auf den anderen außer Kraft gesetzt werden. FDP und CDU tun aber gerade so, als wäre der Kurs von Polizei und Justiz aus heiterem Himmel gekommen.

Christian Hiersemenzel 22.01.2016

Die Landesregierung hat einige Verkehrsprojekte vorangebracht. Die A20 gehört leider nicht dazu. Bis zur Landtagswahl im Frühjahr 2017 wird die Regierung keinen einzigen Meter Ostseeautobahn gebaut haben. Diese Nullnummer beim wichtigsten Straßenprojekt in Schleswig-Holstein ist unfassbar.

Ulf B. Christen 22.01.2016