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Meinungen Jan v. Schmidt-Phiseldeck zum Hilferuf der Berufsschäfern
Mehr Meinungen Jan v. Schmidt-Phiseldeck zum Hilferuf der Berufsschäfern
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07:02 04.04.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Statt einer „Mutterschafprämie“ als Direktzahlung in Höhe von bis zu 28 Euro pro Tier wurde ab 2005 eine Flächenprämie von etwa 300 Euro pro Hektar eingeführt. Wichtiges Weidegrünland ist seither zum begrenzenden Faktor geworden, weil viele Flächeneigentümer jetzt statt einer teuren Beweidung auf maschinelle Heuernte setzen, um die Prämie kassieren zu können. Die Folge: Viele Schäfer geben auf, die Herden werden deutlich verkleinert.

 Der Ruf der noch etwa 150 Berufsschäfer in Schleswig-Holstein nach finanzieller Hilfe ist berechtigt – alleine schon deswegen, weil in 22 EU-Mitgliedsstaaten weiterhin Prämien pro Tier gezahlt werden. Die vom Bundesverband der Berufsschäfer geforderte Weidetierprämie in Höhe von 38 Euro pro Schaf ist agrarpolitisch dennoch heikel, weil sie unweigerlich juristische Forderungen aus anderen landwirtschaftlichen Produktionsbereichen nach sich ziehen würde.

 Um der besonderen Aufgabe der Schafe als Natur- und Deichschützer, als Flächenpfleger und Touristenattraktion dennoch Rechnung zu tragen und dem Berufsstand des Schäfers eine Zukunftsperspektive zu geben, müssen zügig gerichtsfeste und pragmatische Lösungen her. Sonst ist die Schafhaltung im Norden auf Dauer nicht mehr zu retten.

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