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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Preisverfall beim Öl
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Preisverfall beim Öl
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09:33 04.12.2015
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Die Frage ist nur: Hält sich die Opec dieses Mal an eine selbst verordnete Kürzung der Fördermenge? Ihre Strategie, immer mehr Öl in den Markt zu pumpen, um den Schieferöl-Produzenten in den USA Marktanteile abzunehmen, ist jedenfalls gescheitert.

Zwar gelten fallende Ölpreise schlechthin als Schmiermittel einer globalen Konjunkturbelebung, dennoch sind die negativen ökologischen Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Ein Beispiel: Die Ölheizung, seit etlichen Jahren als aussterbende Gattung betrachtet, steigt wieder in der Gunst der Verbraucher – Hersteller sprechen schon von einem Boom. Die Nachfrage nach Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen bricht dementsprechend deutlich ein. Und auch das ökologische Bewusstsein manchen Pkw-Fahrers beugt sich der Ökonomie – so günstig war’s ja lange nicht mehr an der Zapfsäule. Auf der Suche nach alternativer Energieversorgung mussten Speditionen, Reedereien und Fluggesellschaften bislang ihre Flotten schnell erneuern. Dieser ökonomische Druck fällt derzeit weg. Weniger Investitionen, weniger Innovationen: Billige Energie lähmt den Fortschritt – weltweit.

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Auch sprachlich geht es im Sport manchmal etwas rustikaler zu. Aufstehen, Mund abputzen, weitermachen. So heißt es gerne, wenn jemand bitter gestürzt ist und sich nun erst einmal berappeln muss. Seit dem jähen Ende aller Olympia-Träume am Sonntagabend befinden sich Politik, Sport und Wirtschaft der Landeshauptstadt in genau dieser Situation.

Kristian Blasel 03.12.2015

Die Regierungskoalition hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Obwohl Schleswig-Holstein wegen der explodierenden Flüchtlingskosten das Geld ausgeht, wollen SPD, Grüne und SSW neue Projekte anschieben und nebenbei einige Lieblingsverbände mit zusätzlichen Landesmitteln füttern. Das ist beschämend, und es ist besonders dreist, weil die Mehrausgaben teils über Kredite finanziert werden sollen.

Ulf B. Christen 02.12.2015

Die Flüchtlingswelle ebbt bisher nicht ab. Deshalb ist es richtig, dass Innenminister Stefan Studt (SPD) und seine Quartiermeister unermüdlich nach Standorten für neue Erstaufnahmeeinrichtungen suchen. Die Flüchtlinge, darunter Familien mit Kindern, brauchen winterfeste Unterkünfte, eine vernünftige Betreuung und wenn möglich eine städtische Infrastruktur.

Ulf B. Christen 01.12.2015
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