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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Grünen Woche
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07:00 19.01.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Und jetzt droht auch noch ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Vielleicht kommt deswegen die Grüne Woche gerade recht. Als kleine Auszeit von den alltäglichen Sorgen, als Ort, um mit vollen Zügen die Leistungsfähigkeit der eigenen Branche zu bestaunen, die seit vielen Jahren konstant von prallen EU-Fördertöpfen profitiert. Etwa 300 Euro pro Hektar Fläche im Jahr fast ohne Gegenleistung – wer das Prinzip „Wachsen oder Weichen“ beherzigt, profitiert besonders – trotz Ernteausfalls, trotz schwankender Fleischpreise.

 In breiten Teilen der Gesellschaft stößt ein „Weiter so“ – trotz aller Widersprüchlichkeit beim Einkaufsverhalten – auf Ablehnung. Vielen Menschen macht es Angst, wenn Trinkwasser zunehmend erhöhte Nitratwerte aufweist, wenn Vogelarten aus Gärten verschwinden, weil es kaum noch Insekten gibt. Die Grüne Woche ist mehr als eine Essmeile, sie ist das richtige Forum, um über einen neuen Weg der Landwirtschaft zu streiten. Dabei wäre es fatal, Landwirte zu stigmatisieren. Es darf ausschließlich um die Sache, um eine Neuausrichtung der Landwirtschaft gehen. Es muss darum gehen, wie nachhaltiges Wirtschaften auf dem Acker und im Stall gelingen kann, ohne bäuerliche Existenzen zu vernichten. Es geht jetzt um die Agrarwende.

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