Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Rader Hochbrücke
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Rader Hochbrücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:23 30.07.2013
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Wer in diesen Tagen die gewaltige Stahlbalkenbrücke quert, hat vielleicht mehr als nur Höhenangst. Wie sicher ist die Brücke derzeit wirklich, und wie stabil sind die 28 Pfeiler, wenn sich in wenigen Monaten wieder Schwerlaster an Schwerlaster über die Verkehrsschlagader des Nordens schiebt?

Allerdings: Jetzt ist nicht die Zeit für Ursachenforschung und Schuldzuweisungen. Jetzt müssen schnelle Lösungen her. Ein Brückenneubau wäre eine davon, ein (wohl noch kostspieligerer) Tunnel eine andere. Denn: Auch wenn eine Sanierung vorerst gelingt, sind die Folgen durch den weiter ansteigenden Verkehr insbesondere durch Lkw und die hohe Zahl an Schwertransporten nicht absehbar – die Patientin Rader Hochbrücke wurde in ihrem Geburtsjahr einfach nicht auf so hohe Lasten vorbereitet.

Dabei steht sie nicht allein: Nach ADAC-Angaben müssten in den nächsten 15 Jahren mindestens 1,4 Milliarden Euro für den Brückenerhalt in Deutschland investiert werden – jährlich. Ansonsten drohten, so der Automobilclub, weitere Brückensperrungen. Und: Die viel zu geringen Investitionen in den Erhalt haben den Niedergang der Brücken weiter beschleunigt. Jetzt ist mehr nötig als nur eine Betonspritze.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!