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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Regionalvermarktung
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Regionalvermarktung
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07:00 01.12.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

In der Praxis und für die Masse der Landwirte eignet sich dieser Ansatz kaum. Durch immer größere Anbauflächen und Massentierhaltung, durch digitalisierte und auf Effizienz getrimmte Prozesse hat sich schon längst industrielle Produktion durchgesetzt. Für kleine bäuerlichen Einheiten bleibt, wenn die EU-Förderpolitik sich nicht grundlegend ändert, immer weniger Platz zum Atmen.

 Damit aber Gesellschaft und Landwirtschaft wieder näher zusammenfinden, damit Verständnis für eine Produktion wächst, die selbst auf Ökohöfen kaum Bullerbü-Romantik abbildet, kann Direktvermarktung eine Chance sein. Auch hier gilt jedoch: Es braucht eine landesweite Strategie, beispielsweise eine Vernetzung aller interessierten Direktvermarkter, die vom Soloauftritt bis hin zu einzelnen Kooperationen mal besser und mal schlechter über die Runden kommen.

 Ein einheitliches Siegel, ein Markengesicht, eine Logistik und ein Marketing – unter einem solchen Dach wäre genug Luft für jeden Direktvermarkter, seine ganz persönliche Stärke ausspielen zu können. Zumindest im Kleinen wäre Landwirtschaft dann wieder ein bisschen Bullerbü.

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Diese Entscheidung dürfte alles andere als lutherisch-kraftvoll ausfallen. Sollte die Mehrheit im Kieler Landtag tatsächlich den Reformationstag zum neuen gesetzlichen Feiertag erklären, und darauf deuten derzeit alle politischen Signale hin, werden sich nur die wenigsten Abgeordneten auf religiöse Motive berufen.

Christian Hiersemenzel 30.11.2017

Einem gemeinen Gerücht zufolge war es in Hamburg bis 2008 kaum möglich, eine Kneipe zu besuchen, ohne von der HSH Nordbank eine Schiffsfinanzierung angedreht zu bekommen. Das ist arg übertrieben – im Kern aber wahr.

Ulrich Metschies 30.11.2017

Zumindest eines hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die wegen ihrer fragwürdigen Finanzierungsmethoden durchaus kritisch gesehen werden muss, erreicht: Die Schadstoffbelastung in deutschen Großstädten, die seit vielen Jahren fast achselzuckend hingenommen worden ist, steht plötzlich ganz oben auf der Agenda.

Kristian Blasel 30.11.2017
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