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Jens Kiffmeier zu Bahn

Kommentar Jens Kiffmeier zu Bahn

Manchmal ist es Schnee. Manchmal ein Sturm. Und manchmal reichen Grippeviren, um den Bahnverkehr auszubremsen. Echt jetzt? Da werden ein paar Lokführer krank, und prompt bleiben die Pendler im Regen stehen? Die Zugausfälle beim Metronom-Konzern zeigen, wie erbarmungslos der Fachkräftemangel zuschlagen kann

Wundern müssen sich die Bahnbetreiber allerdings nicht, dass sie im Rennen um gute Leute den Anschluss verpasst haben. Das Problem ist hausgemacht.

 Lokführer galt mal als Traumberuf. Doch von dem Image ist wenig übrig. Jetzt denkt man an Schichtarbeit, inklusive Nacht- und Feiertagsdienst. Es ist keineswegs förderlich, dass die Konzernchefs dauernd öffentlich darüber nachdenken, die Züge vollautomatisiert fahren zu lassen. Wer braucht schon teures Personal? Dass junge Leute sich verprellt fühlen und lieber auf zukunftssichere Jobs aus sind, dürfte nicht überraschen.

 So rächt es sich, dass der Stellenengpass schneller da ist als der technologische Fortschritt. Und den Bahnbetreibern bleibt nichts anderes übrig, als mühsam zu versuchen, mit aufwendigen Kampagnen ihr Image aufzupolieren. Noch förderlicher wäre sicherlich eine bessere Bezahlung und das Aufzeigen einer sicheren Jobperspektive in einer sich rasant entwickelnden Welt. Sonst landen die Fachkräfte in anderen, attraktiveren Branchen. Das wäre für alle schlecht. Für Bahn und Kunden.

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Fragen und Antworten
In der Regel übernehmen Krankenkassen die Kosten für den Dreifachimpfstoff. Für die Übernahme des teureren Präparats muss eine Begründung des Arztes vorliegen.

Eine Immunisierung soll vor einer Krankheit schützen. Einer der diesjährigen Grippe-Impfstoffe scheint diesen Schutz aber nicht wie erhofft zu bieten.

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