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Meinungen Jörn Genoux zu TKMS
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22:27 24.01.2016
Von Jörn Genoux

Insofern sollte man die Gerüchte darüber, dass der deutsche Konzern im Bieterrennen gegen die Japaner und Franzosen angeblich zurückgefallen ist, nicht überbewerten. Aber die Kieler U-Boot-Bauer und der Mutterkonzern in Essen sollten sie auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn Zweifel an ihrer Leistungsfähigkeit dürfen sie gar nicht erst aufkommen lassen. Insofern könnten die Gerüchte vielleicht sogar ein Steilvorlage für die U-Boot-Experten aus Kiel sein. Sie haben nun einen guten Grund dafür, ihre Lobbyarbeit in Canberra noch einmal zu verstärken. Einen unangemessenen Versuch der Einflussnahme auf politische Gremien dürfte man ihnen jedenfalls nicht unterstellen, denn sie reagieren schließlich nur auf Unterstellungen.

Das Problem ist: Die Verbreiter der Gerüchte haben genau die größte Schwachstelle der Deutschen getroffen. Denn tatsächlich hat das Unternehmen noch nie ein U-Boot dieser Größenordnung gebaut. Die größten bislang gebauten Boote, die für Israel, sind 68 Meter lang; und zurzeit entsteht in Kiel ein Boot für Singapur, dass 72 lang werden soll. Da sind die geplanten 90-Meter-Boote für Australien schon eine ganz andere Nummer.

Kommentare
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Ja, man darf beherzt darüber sprechen, ob es in Ordnung ist, wenn für Menschen aus Syrien und dem Irak rechtsstaatliche Maßstäbe von einem Tag auf den anderen außer Kraft gesetzt werden. FDP und CDU tun aber gerade so, als wäre der Kurs von Polizei und Justiz aus heiterem Himmel gekommen.

Christian Hiersemenzel 22.01.2016

Die Landesregierung hat einige Verkehrsprojekte vorangebracht. Die A20 gehört leider nicht dazu. Bis zur Landtagswahl im Frühjahr 2017 wird die Regierung keinen einzigen Meter Ostseeautobahn gebaut haben. Diese Nullnummer beim wichtigsten Straßenprojekt in Schleswig-Holstein ist unfassbar.

Ulf B. Christen 22.01.2016

Weiter so? Bitte nicht! Wenn Vertreter der rot-grün-blauen Regierungskoalition Polizei und Justiz über den grünen Klee loben und im selben Atemzug die Bürger mahnen, Fenster und Türen technisch besser auszurüsten, um sich vor Einbrechern zu schützen, ist das blanker Hohn.

Christian Hiersemenzel 21.01.2016