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Meinungen Jörn Genoux zur COOP
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08:44 06.10.2015
Von Jörn Genoux

So ist beispielsweise der Anteil der Eigenmarken am Umsatz deutlich geringer als bei direkten Wettbewerbern wie Edeka oder Rewe. Mit Eigenmarken lassen sich zwar auch keine hohen Gewinne erwirtschaften, aber die Spannen sind in der Regel deutlich größer als bei Markenprodukten.

Seit knapp zwei Jahren treibt die Coop nun die Neuausrichtung voran – und das unter schwierigen Bedingungen. Denn der Wettbewerb ist wohl nur in ganz, ganz wenigen Branchen so hart wie im deutschen Lebensmittelhandel. Die Gewinnmargen sind niedrig, starke Discounter wie Lidl und Aldi treiben die Branche mit Niedrigstpreisen seit Jahren vor sich her. Und nun eröffnet die Coop durch den Verkauf von zwei Standorten auch noch der Lidl-Schwester Kaufland hier im Norden neue Möglichkeiten. Der Vorstand will sich zu den Gründen zwar nicht äußern. Aber wer auf einem umkämpften Markt einen weiteren Konkurrenten stärkt, der hatte wohl keine andere Wahl. Denn die finanziellen Spielräume des Kieler Unternehmens sind nicht groß. Und daher hat man sich offenbar von ertragsschwachen Standorten getrennt und gleichzeitig ein wenig Geld in die Kassen gespült. Doch der Preis dafür könnte möglicherweise hoch sein.

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Ziemlich beste Freunde sehen anders aus. Europa und die Türkei sind sich auch nach diesem Spitzentreffen in Brüssel fremd geblieben: Hier der Staatspräsident aus Ankara, der sein Land weiter fast schon absolutistisch beherrschen und dabei von europäisch-demokratischen Werten nur begrenzt etwas wissen will.

KN-online (Kieler Nachrichten) 06.10.2015

Die Kreise, Städte, Ämter und Gemeinden in Schleswig-Holstein haben bislang alle Flüchtlinge unterbringen können. Das ist eine großartige Leistung der Verwaltungen, der ehrenamtlichen Helfer und vieler engagierter Bürger. Sie stehen den Flüchtlingen beherzt zur Seite, so wie am Wochenende beim großen Fußball- und Familienfest in Kiel. Gleichwohl blicken viele Landräte, Bürgermeister und Amtsvorsteher besorgt in die Zukunft.

Ulf B. Christen 05.10.2015

Zwölf Angeklagte, 25 Verteidiger, zwei Staatsanwälte und ein Dutzend Sachverständige – der größte Strafprozess der Schleswig-Holsteinischen Justizgeschichte gegen die Pfandhausräuber aus Litauen bringt das Gericht personell, räumlich und sicherheitstechnisch an seine Grenzen. Das Konfliktpotential der geballten Anwaltspower, rund 90 Zeugen und 140 zu erörternde Urkunden lassen befürchten, dass der Mammutprozess des Kieler Landgerichts – wie zuvor sein Hamburger Pendant gegen zehn somalische Piraten – Jahre dauern könnte.

Thomas Geyer 04.10.2015