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Meinungen Jürgen Küppers zum KVG-Schnupperangebot
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zum KVG-Schnupperangebot
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07:00 28.09.2018
Von Jürgen Küppers
Jürgen Küppers kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Denn den Vorschlag der Rathauskooperation (SPD, Grüne, FDP) rechnen die Verkehrsunternehmen und deren Auftraggeber mit spitzem Stift erst einmal durch. Man muss kein Prophet sein, um das Ergebnis zu ahnen: Das Umsonst-Lockangebot zum Umstieg vom Auto auf Bus oder Schiff wird teuer. Und ob es zeitnah den erhofften Wechseleffekt mit Klimaschutzfaktor bringt, ist ungewiss. Wenn überhaupt, dürfte es Jahre dauern, bis sich Zahlen dazu in nennenswerte Größen aufschwingen.

Trotzdem könnte der Vorstoß etwas Gutes bewirken: den Druck erhöhen, landesweite Regelungen für preisgünstige ÖPNV-Tickets einzuführen. Auf der Bremse stehen hier vor allem Eigeninteressen der Verkehrsunternehmen, die sich jede Leistung außerhalb vertraglich eng gefasster Zuständigkeitsvereinbarungen von Kommunen teuer erstatten lassen (müssen). Bestes Beispiel dafür sind die unerwarteten Ausgleichszahlungen der Stadt beim Seniorenticket. Im Klartext heißt das: Preisgünstiger Nahverkehr mit Sonder- und Lockgeboten ist derzeit noch ein Luxus, den sich Kommunen kaum leisten können. Sollten sie aber angesichts dicker Luft an lauten Straßen und Klimawandel auf dem ganzen Planeten. Deshalb brauchen wir keine Sonntagsregeln, sondern alltagstaugliche Reformen des ÖPNV – und eine Diskussion darüber, was er uns wert ist.

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Christian Lindner wird am Dienstag mit sich zufrieden gewesen sein. So oft kommt es ja nicht mehr vor, dass der Ober-Liberale ein paar Sekunden zur allerbesten Sendezeit erhält.

Anne Gramm 27.09.2018

Der Rechtsstaat muss auch im Asylrecht Flagge zeigen. Dazu gehört, dass Asylsuchende nach einem Negativ-Bescheid des Bundesamtes sowie bis zu zwei abschlägigen Gerichtsurteilen das Land verlassen müssen, am besten freiwillig und notfalls eben aus einem Abschiebegefängnis.

Ulf B. Christen 26.09.2018

Und plötzlich geht es offensichtlich doch. Monatelang hatte sich die Bundesregierung geweigert, die Automobilindustrie in die Pflicht zu nehmen, um die Schadstoffprobleme in Großstädten zu lösen.

Kristian Blasel 26.09.2018