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Meinungen Jürgen Küppers zum RBZ
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06:45 31.05.2017
Von Jürgen Küppers

Kollegien mussten zueinander finden, weit mehr als 100 Millionen Euro für Neu- und Umbauten gestemmt und bis heute jede Menge Provisorien verkraftet werden. Denn fertig sind die letzten Gebäude erst in fünf Jahren. Vor allem aber mussten die RBZ lernen, als Anstalten öffentlichen Rechts einen Haushalt nach komplizierten Verfahren einer doppelter Buchführung ordnungsgemäß auf den Weg zu bringen. Trotz solch absehbarer Belastungen hielt es das Bildungsministerium für richtig, die Schulleitungsstellen von ehemals 14 auf neun zu reduzieren. Jetzt zeigt sich: Das war ein schwerer Fehler.

 Das hat das Ministerium inzwischen wohl auch erkannt, signalisierte es doch zur Aufteilung des größten RBZ in zwei kleinere Schuleinheiten mit eigenen Leitungsteams ebenso Zustimmung wie für die Einführung eines einfacheren Abrechnungssystems für die Schulhaushalte. Doch bis es endlich so weit war, mussten Lehrer, Schulleiter und Schüler leiden. Erst ihre beharrlichen Proteste gegen Überlastungen und Provisorien führten zum Umsteuern. Insofern hat Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel recht mit ihrer durchaus auch selbstkritischen Anmerkung: „Stadt und Land hätten sich nach den RBZ-Fusionen stärker ins Zeug legen müssen.“ Dass sie das (erst) jetzt wollen, ist traurig und ermutigend zugleich.

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