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Jürgen Küppers zum Weihnachtsmarkt

Kommentar Jürgen Küppers zum Weihnachtsmarkt

Erfolg ist manchmal zickig. Er lässt sich einfach nicht erzwingen – trotz großer Anstrengungen. Und die muss man Händlern und der Stadt Kiel zweifellos bescheinigen. Ihr Weihnachtsmarkt-Konzept für den Holsten- und Asmus-Bremer-Platz mit neuer Beleuchtung und Buden sowie breiteren Gassen zum Bummeln war so überfällig wie richtig.

Dass sich ausgerechnet im Premierenjahr die Hoffnung auf einen erfolgreichen Umschwung (noch) nicht vollständig erfüllte, ist vor allem der Übellaunigkeit des Wetters geschuldet. Aber dafür kann schließlich keiner was, ausgesprochen schade ist es dennoch.

 Trotzdem leuchten schon jetzt Hoffnungsschimmer durchs Regengewölk. Denn offenbar entdecken vor allem skandinavische Touristen Kiel zunehmend als lohnendes Ziel eines Weihnachtsmarktbesuchs. Nach dem erfolgreichen Start des Weihnachtsdorfes im vergangenen Jahr hat der städtische Weihnachtsmarkt nun seinerseits technisch und ästhetisch nachgezogen. Beides zusammen ist ein Pfund, mit dem sich jetzt auch außerhalb Kiels wuchern lässt. Aber nur dann, wenn die Weihnachtsmärkte nicht zur reinen Imbissmeile verkümmern. Diese Gefahr besteht allerdings, wenn Händler mit Kunsthandwerk bei Standmieten und Abgaben genauso viel zahlen sollen wie ihre Kollegen am Grill oder am Glühwein-Zapfhahn. Hier ist bei der Stadt künftig Augenmaß nötig, damit es zu einem Verdrängungswettbewerb gar nicht erst kommt. Der würde genau das wieder zerstören, was jetzt langsam entsteht: ein leuchtendes Beispiel der Erneuerung.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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