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Jürgen Küppers zur Innenstadt-Sperrung

Kommentar Jürgen Küppers zur Innenstadt-Sperrung

Jetzt müssen ganz schön viele Kieler ganz schön lange ganz schön tapfer sein: Autofahrer, Busfahrgäste, Innenstadtkaufleute. Denn schön ist es für sie alle wahrlich nicht, dass der Bereich Bootshafen und Holstenbrücke verkehrstechnisch fast drei Jahre abgehängt wird, bis Holsten-Fleet und Neubauten fertig sind.

So wichtig diese Großprojekte langfristig auch sein mögen: Ihre parallele Umsetzung an so einer zentralen Stelle ist und bleibt eine Operation am offenen Herzen der Stadt – und damit auch ein Risiko. Ganz besonders für die Kaufmannschaft.

 Stadt und KVG haben zwar beteuert, alles getan zu haben, um die schlimmsten Härten zu mildern. Ausweichrouten und Taktung der innerstädtischen Buslinien seien so gut wie möglich mit den Kaufleuten abgestimmt worden. Das mag so sein. Trotzdem werden Kunden bereit sein müssen, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen – selbst wenn es nur ein paar Minuten sind, die man künftig länger braucht, um zu den Innenstadt-Geschäften zu kommen. Doch gerade in Zeiten florierenden Internet-Handels sind Kunden größtmögliche Bequemlichkeit gewohnt. Vermutlich werden in der Regel nur Geschäfte mit ausreichend Stammkundschaft eine Chance haben, die Durststrecke einigermaßen schadlos zu überstehen. Weil aber keiner genau weiß, welche Folgen die „Verkehrsberuhigung“ hat, sollten Entscheider bei KVG und Stadt nötigenfalls zu Korrekturen ihrer Ausweichplanung bereit sein.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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