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Meinungen Karen Schwenke zur Rettungsreform
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10:00 08.09.2018
Von Karen Schwenke
Karen Schwenke
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Kiel

Sie hat mit neuen Sicherheitskonzepten und neuen Waffen reagiert. Längst fällig war aber auch eine reformierte Rettungsstrategie. Lobenswert, dass die Polizei die Initiative ergriffen hat und jetzt mit Feuerwehren und Rettungsdiensten Hand in Hand arbeitet.

Bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen steht nun der Schutz der Rettungskräfte an erster Stelle. Das muss so sein. Ohnehin überstehen Sanitäter und Notärzte solche Ausnahmesituationen mit vielen Verletzten niemals unversehrt. Mindestens ihre Psyche nimmt Schaden. Wenn aber rund um die Opfer weiter Gefahr lauert, weil Gewaltverbrecher noch auf freiem Fuß sind, dann wäre es unverantwortlich, die wehr- und schutzlosen Retter dorthin zu schicken.

Der Preis für diese Strategie ist hoch. Denn während die einen geschützt werden, sterben die anderen, wenn sie die ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig erreicht. Statt der Mediziner leisten nun Polizisten erste Hilfe. Sie sind es also auch, die hinterher mit den Bildern im Kopf leben und sich fragen müssen, ob sie alles Menschenmögliche für die Opfer getan haben. Eine unfassbar schwere Aufgabe für diejenigen, die ursprünglich angetreten sind, Leben zu schützen statt zu retten.

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Die Zins-Versicherungen des Landes wirken auf den ersten Blick wie eine wilde Zockerei mit Steuergeldern. Steigen die Zinsen, spart Schleswig-Holstein Millionen. Bleiben die Zinsen im Keller, muss das Land kräftig draufzahlen.

Ulf B. Christen 07.09.2018

Wir haben uns so schön eingerichtet in diesem Aufschwung, der nach über einem halben Jahrzehnt den Eindruck erweckte, niemals enden zu wollen.

Ulrich Metschies 07.09.2018

Ganz schön frech, dieser Daniel Wiesmann: „Kiel Wo“ hat der Grafik-Designer aus der Bundeshauptstadt groß auf sein Siegerplakat geschrieben, sich wahrscheinlich ein listiges Fragezeichen dahinter gedacht (aber verkniffen).

Jürgen Küppers 05.09.2018
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