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Meinungen Konrad Bockemühl zum Konzertsaal
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10:00 11.10.2018
Konrad Bockemühl kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

„Vier Millionen Euro plus“ heißt das Ziel, um die Anteile von Stadt und Land so anzureichern, dass man loslegen kann mit der Rettung des zentralen Veranstaltungshauses der Landeshauptstadt. Die Sparkasse hat ein Zeichen gesetzt, weitere Unternehmen sind gefragt, vielleicht gefordert. Aber auch Musik- und Theaterfreunde sollten sich mitverantwortlich fühlen, die – immerhin im Kieler Schloss – nicht nur Musik hören, sondern sich dabei auch wohlfühlen wollen.

Interim wird vernachlässigt

Bei allem Frust über den teuren Privatisierungsirrweg macht die große Lösung nun am meisten Sinn, ist es klug, den (defizitären) Konzertsaal nicht losgelöst von seinem direkten Schloss-Umfeld zu betrachten. Das kostet nochmals Geld, ist aber an diesem Ort eine historisch fundierte, aktuell sinnvolle Zukunftsinvestition. Eine breite Ratsmehrheit war, manchem Sanierungsrisiko zum Trotz, davon zu überzeugen, weil mittelfristig die gute Chance für eine wichtige Stadtentwicklung im Herzen Kiels besteht.

Kurzfristig jedoch auch das Risiko, Publikum zu verlieren, wird das Interim, die Zeit ohne Konzertsaal-Heimat, zu sehr vernachlässigt. Ein Ersatzneubau ist die Maximalforderung. Kieler Alternativen, gern mit Blick für das Außergewöhnliche und Neue, müssten Mindestansprüche erfüllen. Ohne Kompromisse wird es nicht gehen. Unvorstellbar, dass ein anspruchsvolles Publikum dafür kein Verständnis hätte.

Von Bockemühl

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