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Kristian Blasel zum Bürgerentscheid

Kommentar Kristian Blasel zum Bürgerentscheid

Das haben sich die Flughafen-Gegner zweifellos anders vorgestellt: Die Organisation der 8000 Unterschriften, die für einen Bürgerentscheid binnen sechs Monaten gesammelt werden müssen, erweist sich als äußerst mühsam – dabei ist die Hürde für eine 250000-Einwohner-Stadt ohnehin schon nicht hoch.

Ganz offensichtlich emotionalisiert der Streit die Menschen in Kiel nicht so sehr wie einst die Frage, ob sich Möbel Kraft auf dem Gelände von Kleingärtnern in der Landeshauptstadt ansiedeln darf. Das Winterwetter und die Weihnachtsferien haben den Gegnern die Arbeit zusätzlich erschwert. Nun müssen sie auf die Kooperation der Verwaltung hoffen, um zeitgleich mit der Kommunalwahl die Landebahn-Abstimmung terminieren zu können. Was ein Proteststurm werden sollte, ist derzeit allenfalls ein laues Lüftchen.

 Es wäre dennoch richtig, wenn das Rathaus heute in den formalen Fragen Entgegenkommen signalisiert. Weil die fehlenden 1000 Unterschriften vermutlich bis März zusammenkommen werden, ist es auch im Interesse der Stadt und der Flughafenbefürworter, Entscheid und Kommunalwahl an einem Tag zu organisieren. Das spart nicht nur Geld. Es garantiert auch, dass die neue Ratsversammlung ein klares politisches Mandat bekommt. Denn obwohl die große Mehrheit der Ratsleute derzeit hinter dem Erhalt steht, lähmt die Dauerdebatte jede Entwicklung. Ab Mai muss endlich Klarheit herrschen – so oder so. Damit die Chancen, die in dem Gelände stecken, endlich genutzt werden.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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