Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Kristian Blasel zum Olympia-Aus für Kiel
Mehr Meinungen Kristian Blasel zum Olympia-Aus für Kiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:59 03.12.2015
Von Kristian Blasel

Die gute Botschaft ist: Kiel berappelt sich erstaunlich schnell. Die entscheidenden Akteure der Bewerbungs-Initiative sind weit davon entfernt, nun den Kopf in den Sand zu stecken. Der Wille, die Stadt und den Segelstandort Schilksee auch ohne die Millionen-Hilfen aus fremden Töpfen voranzutreiben, ist unverändert groß.

 Die Pleite des Wochenendes könnte sogar noch einen Vorteil haben. Denn im Falle eines Ja in Hamburg wäre dieses Szenario durchaus denkbar gewesen: Hamburg und Kiel berauschen sich am Olympia-Traum, unterliegen jedoch im September 2017 der starken Konkurrenz aus Los Angeles oder Paris. Zwei komplette Jahre wären dann verloren gewesen.

 Nun ist die Stadt sofort gezwungen zu reagieren. Mitreißende Worte und Absichtserklärungen allein werden dabei schnell nicht mehr ausreichen. Um die Flüchtlingsentwicklung abzuwarten, wurde der Haushalt für das Jahr 2016 auf Februar verschoben. Dann wird sich ablesen lassen, ob die verschuldete Stadt ohne Olympia-Gelder in der Lage ist, Investitionsschwerpunkte zu setzen – und den Schilkseer Sanierungsstau Schritt für Schritt aus eigener Kraft aufzulösen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Das positive Kieler Olympia-Votum nehmen Politik, Wirtschaft und Sport als Verpflichtung für die Zukunft. Beim „Dankeschön-Abend“ der Feuer und Flamme GmbH betonten IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), die entstandenen Kontakte und Verbindungen nutzen zu wollen.

Gerhard Müller 03.12.2015

Deftiges Essen ist gilt gemeinhin als Frustkiller. Und so stand kaum zu befürchten, dass die Gastronomie im Kieler Schloss auf größeren Mengen an Herzhaftem sitzen bleiben würde. Nein, auf den Magen geschlagen ist den rund 400 Gästen das Nein der Hamburger zu Olympia nicht. Doch die Stimmung – sie hätte eine andere sein sollen.

Ulrich Metschies 30.11.2015

Nach dem bitteren Aus für die Kieler Olympia-Pläne blickt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) nach vorn: Er will die Sanierung des Segelstützpunktes in Schilksee auch ohne Olympia anpacken. Ob ein neues Hotel oder Wohnquartier dort, wo eigentlich das olympische Dorf entstehen sollte – die Pläne sollen nicht alle in der Schublade verschwinden.

Martina Drexler 30.11.2015

Die Regierungskoalition hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Obwohl Schleswig-Holstein wegen der explodierenden Flüchtlingskosten das Geld ausgeht, wollen SPD, Grüne und SSW neue Projekte anschieben und nebenbei einige Lieblingsverbände mit zusätzlichen Landesmitteln füttern. Das ist beschämend, und es ist besonders dreist, weil die Mehrausgaben teils über Kredite finanziert werden sollen.

Ulf B. Christen 02.12.2015

Die Flüchtlingswelle ebbt bisher nicht ab. Deshalb ist es richtig, dass Innenminister Stefan Studt (SPD) und seine Quartiermeister unermüdlich nach Standorten für neue Erstaufnahmeeinrichtungen suchen. Die Flüchtlinge, darunter Familien mit Kindern, brauchen winterfeste Unterkünfte, eine vernünftige Betreuung und wenn möglich eine städtische Infrastruktur.

Ulf B. Christen 01.12.2015

Die olympische Frage haben die Hamburger am Sonntag beantwortet. Schaffen wir das 2024? 335638 Hanseaten fanden: nein. Nun stellt sich die Frage, was Deutschland überhaupt noch schafft. Zumindest wenn es um Großprojekte geht, verheißt die Spurensuche nichts Gutes.

Gerhard Müller 30.11.2015
Anzeige