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Kristian Blasel zur Holstenstraße

Kommentar Kristian Blasel zur Holstenstraße

Spätestens wenn die ersten Entwürfe auf dem Tisch liegen, wird der Streit um die hübscheste Variante beginnen. So muss es auch sein, weil bei städtebaulichen Entscheidungen schnell Geschmacksfragen ins Spiel kommen.

Zunächst jedoch sollte Einigkeit bestehen: Der Vorstoß von Baudezernentin Doris Grondke, in der Holstenstraße eine Grundrenovierung vorzubereiten, hat jede Unterstützung verdient. Die augenblickliche traurige bauliche Situation der Kieler Innenstadt ist eine von vielen Ursachen, die zur Krise der City geführt haben. Es stellt sich allein die Frage, warum das Thema nicht schon viel eher angepackt worden ist.

Was jetzt zählt, ist jedoch der Blick nach vorn. Damit die Millionen-Investition Holsten-Fleet ein Erfolg wird, muss die Innenstadt als Ganzes funktionieren. Das fängt mit dem freien Blick an der maroden Kiellinie an, der ohnehin erst frühestens 2020 und damit unfassbar spät ermöglicht wird. Das geht mit der Neugestaltung des Alten Marktes weiter. Und das wird nur dann zum Erfolg, wenn auch Asmus-Bremer-, Holsten- und Europaplatz eigene Charaktere bekommen, die sich gegenseitig ergänzen.

Mit besonderer Spannung dürfen dabei die Vorschläge für Kiels größten Trumpf erwartet werden: die Nähe zum Wasser. Wie es gehen kann, zeigen Oslo und das viel gelobte Aarhus. Der Aufschlag ist gemacht. Nun sind konstruktive und bezahlbare Ideen gefragt. Damit die Landeshauptstadt eines Tages mehr bieten kann als ein modernes Becken zwischen tristen Nachkriegspassagen.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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Umgestaltung geplant
Foto: Die Plätze in der Holstenstraße sollen bei der Neuplanung eine stärkere Bedeutung bekommen. Der Asmus-Bremer-Platz kann nach Ansicht der Stadtbaurätin eher ein Ort der Ruhe und Entspannung werden.

Sie ist das Zentrum der Kieler Innenstadt, inzwischen aber etwas in die Jahre gekommen. Die Holstenstraße soll jetzt mit einem Wettbewerb aufgewertet und attraktiver gestaltet werden, sagte Stadtbaurätin Doris Grondke gegenüber KN-online.

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