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Meinungen Kristian Blasel zur Polizei in Kiel
Mehr Meinungen Kristian Blasel zur Polizei in Kiel
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09:32 15.01.2016
Von Kristian Blasel

Der Personalaufwand für die Bürozeiten ist hoch, ohne dass sich dadurch die Sicherheit in der Stadt erhöht. Es liegt nahe, dies neu zu organisieren.

Nur: Es sind keine normalen Zeiten. Einbrüche in der Nachbarschaft und Terroranschläge in Europa geben immer mehr Bürgern das Gefühl, einer wachsenden Bedrohung ausgesetzt zu sein. Lange konnte mit Statistiken nachgewiesen werden, dass die Menschen objektiv dennoch in relativer Sicherheit leben. Aber spätestens seit den Ereignissen in der Silvesternacht und den jüngsten Steigerungen bei den Wohnungseinbruchszahlen hat diese Argumentation an Überzeugungskraft verloren. Meldungen, wonach es dem Land gleichzeitig nicht gelingt, gefasste Straftäter auszuweisen, erhöhen die Unsicherheit in der Bevölkerung.

In dieser Situation Stationen zu schließen, ist gefährlich. Denn der Schutzmann um die Ecke, so überholt dieses Modell auch für die praktische Arbeit sein mag, gibt den Bürgern zumindest gefühlte Sicherheit. Sollte der Anstieg der Kriminalität nicht gestoppt werden können, wird dies von der Bevölkerung zwangsläufig auch mit der neuen Struktur in Verbindung gebracht. Die Polizei hat sich mit ihren Plänen ungewollt selbst unter Druck gesetzt.

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Wir wissen es ja selbst: Es ist schön, in Kiel zu leben. Dass die Stadt zu den attraktivsten in Deutschland zählt, finden laut einer aktuellen Umfrage aber auch viele andere Bundesbürger.

Martina Drexler 15.01.2016

Großer Jubel dürfte zwar nicht aufbranden nach den jetzt präsentierten Daten im aktuellen Bildungsreport zum Übergang von Jugendlichen nach der Schule in Ausbildung oder Studium. Denn die Zahlen von Schülern ohne Anschlussperspektive nach ihrem Abschluss oder ganz ohne einen solchen stagnieren seit Gründung eines Bündnisses von Stadt, Schulen und Unternehmen im Jahr 2013.

Jürgen Küppers 14.01.2016

Silvester hat vieles verändert. Die verstörenden Ereignisse in Köln und Hamburg haben dieses Land tief getroffen. Die Verschleierungsstrategie von Polizeiführung und Politik machte alles nur noch schlimmer. Landauf, landab wird nun in Sonntagsreden verkündet, es müsse offen und ehrlich über kriminelle Phänomene bei Ausländern, auch bei Asylbewerbern, gesprochen werden, um Vertrauen zurückzugewinnen. Das ist wohl wahr.

Christian Longardt 13.01.2016
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