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Kristian Blasel zur Schadstoffbelastung

Kommentar Kristian Blasel zur Schadstoffbelastung

Bislang sind es nur Zahlen, aber die sind immerhin erfreulich. Dass die Schadstoffbelastung vor allem am Kieler Theodor-Heuss-Ring endlich etwas sinkt, sollten nicht nur die verantwortlichen Politiker in Stadt und Land mit großer Erleichterung zur Kenntnis nehmen.

Auch die Anwohner dort und in der Bahnhofsgegend können ein bisschen aufatmen – mehr jedoch noch nicht. Zum entspannten Durchatmen ist die Luft nämlich weiterhin viel zu sehr belastet. Vor allem in der Landeshauptstadt muss in den nächsten Monaten und Jahren noch viel mehr geschehen, damit es Entwarnung geben kann.

 Dafür gilt es schnellstens zu klären, wie der Mini-Erfolg zustande gekommen ist. Wirkt sich schon der teure Spezialasphalt aus, der im vergangenen Jahr verlegt worden ist? Oder lag es schlicht am Wetter und der Baustelle, die am Theodor-Heuss-Ring wochenlang den Verkehr reduziert hat? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, können aus den neuen Zahlen Schlüsse gezogen werden, die die Situation nachhaltig verändern.

 Sicher ist aber schon jetzt: Die Umwelthilfe hat mit ihren unbequemen Klagen den Verantwortlichen Beine gemacht. Das Tempo, in dem plötzlich Elektro-Busse angeschafft, Streckenalternativen geprüft und die Autoindustrie unter Druck gesetzt wurden, hätte es sonst nicht gegeben. Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker haben die Schadstoffproblematik jahrelang verdrängt und verschlafen. Nun sind sie endlich aufgewacht.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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