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Kristiane Backheuer zum Bürohund

Kommentar Kristiane Backheuer zum Bürohund

Ja, Hunde können stinken, haben manchmal Mundgeruch und lösen bei dem einen oder anderen Ängste oder Allergien aus. Aber die positiven Wirkungen, die Vierbeiner im Büro verbreiten, dürfen deshalb nicht übersehen werden. Vor allem junge Unternehmen machen sich diese jetzt zunutze und erlauben ihren Angestellten, Hunde mit zur Arbeit zu bringen.

Das ist wunderbar. In Zeiten, in denen der Job immer mehr Raum in unserem Leben einnimmt, könnten noch viel mehr Chefs hellhörig werden. Denn: So kann es gehen.

 Unsere Arbeitswelt hat sich stark verändert. Sie ist schneller, stressiger und unkalkulierbarer geworden. Jeder vierte Mann in Deutschland und jede dritte Frau leiden unter chronischem Stress. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von psychischen Symptomen ist seit 1997 um 165 Prozent gestiegen. Die Zahl der Burnout-Fehltage kletterte seit 2004 auf das Neunfache. Ein Bürohund kann helfen, teure Gesundheitsprogramme überflüssig zu machen. Er sorgt für Stressabbau, zwingt uns zu kreativen Pausen und verbessert das Arbeitsklima.

 Wichtig ist nur: Es muss klare Regeln geben. Nur ein erzogener Hund ist ein guter Bürohund. Allergiker müssen geschützt, Ängste ernst genommen werden. Dann steht einer höheren Akzeptanz der Vierbeiner am Arbeitsplatz nichts im Wege. Wer einmal mitten in einer stressigen Phase durch weiches Hundefell streicheln durfte, weiß, dass negative Energien in Windeseile verschwinden können. Ein positiver Impuls zum Nulltarif.

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Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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