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Meinungen Martina Drexler zum Krankenstand
Mehr Meinungen Martina Drexler zum Krankenstand
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07:00 14.10.2015
Von Martina Drexler

Die Kommunalpolitik traut sich wiederum nicht, freiwillige Aufgaben zu beschneiden. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Im Gegenteil: Sie könnte am Ende für alle sogar teurer werden. Unter hohen Ausfallzeiten leiden Bürgerservice und Effizienz. Legt eine Grippewelle das Einwohnermeldeamt lahm, bilden sich Warteschlangen und verzögern sich die Anträge auf Ausweise.

 Mit dem Gesundheitsmanagement ist die Stadt Kiel zwar auf dem richtigen Weg. Allerdings nur dann, wenn sie aus der Analyse krank machender Arbeitsbedingungen Konsequenzen zieht und endlich Maßnahmen umsetzt. Schließlich gilt die Vereinbarung schon seit drei Jahren. Die Verwaltung braucht eine kluge, vorausschauende Personalpolitik, vor allem vor dem Hintergrund, dass sie junge Nachfolger für die vielen Beschäftigten braucht, die ab 2017 aus Altersgründen ausscheiden. Der öffentliche Dienst kann zwar als Arbeitgeber mit sicheren Arbeitsplätzen punkten. Ein hoher Krankenstand schreckt dagegen ab.

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Nicht, dass es nicht genug Studien gäbe, die uns genau erklären, wie wir ticken und ob wir damit komplett falsch oder richtig liegen. Alle paar Jahre – wenn die Shell-Studie erscheint – lohnt die Aufmerksamkeit aber unbedingt. Unabhängige Forscher befragen jeweils mehr als 2500 Zwölf- bis 25-Jährige und ergänzen diesen ohnehin großen Pool an Aussagen mit Dutzenden mehrstündigen Interviews.

Anne Gramm 13.10.2015

Mal ehrlich: Wie sonst soll man die neue Gesundheitskarte für Flüchtlinge beurteilen, wenn nicht positiv? Dass Schleswig-Holstein als erstes Flächenland in Deutschland allen Menschen eine medizinische Grundversorgung garantiert, unabhängig davon, woher sie stammen und in welcher Gemeinde sie gerade wohnen, ist in der Tat ein Meilenstein hiesiger Gesundheitspolitik – geradezu ein Akt der Humanität.

Christian Hiersemenzel 13.10.2015

Zugegeben, das Problem ist nicht neu. Überfüllte Busse zu Stoßzeiten, besonders in der kalten Jahreszeit, sind leider an der Tagesordnung. Und natürlich könnte man sagen, es gibt derzeit wichtigere Probleme in unserer Stadt als Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr oder druckvolle Enge auf dem Weg zur Schule.

Carola Jeschke 13.10.2015