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Martina Drexler zum Leerstand

Kommentar Martina Drexler zum Leerstand

Es ist sicher nicht die ganz große Lösung, um die Kieler Innenstadt nachhaltig gegen zunehmende Verödung zu wappnen. Aber das Engagement junger Leute aus der Kulturszene wird den Alten Markt kräftig aufmischen.

Ein Kulturfestival in seit Langem leer stehenden Räumen, Schaufensterflächen im kreativem Design – das Innenstadt-Management hat sich mit dem Konzept für Zwischennutzungen auf den richtigen Weg gemacht. Ein erster kleiner Schritt, um die Neugierde von Besuchern auf neue Ideen für die Innenstadt zu wecken.

 Sein Image aufzupolieren, hat Kiels Zentrum dringend nötig. Auch wenn die vielen Baustellen Aufbruch signalisieren, tröstet das den Einzelhandel nicht darüber hinweg, dass immer weniger Kunden an Absperrungen vorbei die Altstadt besuchen. Und bis zur Fertigstellung aller Bauprojekte dauert es noch drei lange Jahre, die es zu überbrücken gilt. Zwischennutzungen allein werden nicht reichen. Es braucht mit Blick in die Zukunft eine zwischen allen Akteuren abgestimmte Gesamtstrategie. Angefangen davon, dass die Stadt, wie angekündigt, für mehr Sitzmöglichkeiten und neu gestaltete Plätze sorgt, oder Einzelhändlern, die endlich Kreditkartenzahlungen akzeptieren bis hin zu Eigentümern, die ihren Mietern günstigere Konditionen während der Bauphase einräumen. Handelt dagegen jeder nur im eigenen Interesse, muss man kein Prophet sein, um ein Geschäftesterben vorherzusagen. Das aber kann niemand wollen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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