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Meinungen Martina Drexler zum Schlossquartier
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20:51 06.07.2017
Von Martina Drexler

Mit 70 Millionen Euro ist es die derzeit höchste Investition in den Wohnungsbau. Dies war nur möglich, weil es den Investoren gemeinsam mit der Stadt gelungen ist, nach jahrelangen Verhandlungen eine Lösung für die zusehends zur Schmuddelecke verkommene Fläche zu finden. Frühere Pläne waren gescheitert. Dass daher neben den Bauherren auch Kiels Verwaltungschef Grund zum Feiern sieht, ist vor diesem Hintergrund allzu verständlich.

 Entstanden sind aber ohne Frage teure, hochwertige Wohnungen, die sich Durchschnittsverdiener nicht leisten können, was nicht nur dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum ein Dorn im Auge ist. Masterplan Wohnen, Wohnbauflächenatlas, die anstehende Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft – die Stadt Kiel hat sich zwar auf den richtigen Weg gemacht, aber für die Projekte Alte Feuerwache und Schlossquartier viel zu spät. Dazu kommt, dass die entsprechenden Ratsbeschlüsse mit Quoten für Sozialwohnungen zumindest in der Innenstadt kaum umgesetzt wurden.

 Umso mehr steht die Stadt jetzt im Wort, bei den anstehenden Großprojekten nahe der Hörn auf einen erheblichen Anteil geförderter Wohnungen und günstiger Mieten zu bestehen.

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