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Meinungen Martina Drexler zum Wohnungsbau
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07:00 29.06.2018
Von Martina Drexler
Lokalredakteurin Martina Drexler Quelle: Kieler Nachrichten
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Kiel

Alle Maßnahmen, die die Stadt bisher ergriffen hat – vom Masterplan Wohnen über das Ausloten möglicher Baugebiete bis hin zur Zusage, Wohnungen zu kaufen und selbst zu bauen – gehen zwar in die richtige Richtung. Aber sie brauchen noch einige Jahre, bis sie greifen können. Zu spät für diejenigen, die jetzt schon dringend nach möglichst günstigen Wohnungen suchen.

Der politische Wille zum Bauen ist da, ebenfalls Investoren, die in den Startlöchern stehen. Doch Kiel leidet wie andere große Städte auch darunter, dass viele Rahmenbedingungen, gesetzliche Vorgaben und bürokratische Hürden das Bauen erschweren. Allein die Genehmigungsverfahren vor Ort zu beschleunigen, reicht daher nicht aus. Denn angesichts des Baubooms sind die Kapazitäten vieler Baufirmen ausgereizt, was Vorhaben in die Länge zieht und die Kosten erhöht. Die Folge: Vor allem in attraktiven Lagen entstehen auch in Kiel hochpreisige Wohnungen, die sich für Investoren besser rechnen als günstige Mietwohnungen.

Ein Lichtblick ist, dass die Genossenschaften in lokalen Bündnissen große Wohnprojekte wie an der Hörn anschieben. Länder und Kommunen sollten den Wohnungsdruck als politischen Druck beim Bund weitergeben. Nur durch mehr Förderung und Abbau von Vorschriften lässt sich das Bau-Tempo erhöhen.

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