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Martina Drexler zur San-Francisco-Partnerschaft

Kommentar Martina Drexler zur San-Francisco-Partnerschaft

Die Metropole San Francisco will Partnerin von Kiel werden. Wieso eigentlich, fragen sich viele angesichts der unübersehbaren Unterschiede.

Weder mit der internationalen Strahl- und Wirtschaftskraft noch der immensen Bedeutung für Innovation, Digitalisierung und Forschung kann sich die Stadt mit der Region San Francisco, zu der auch das Silicon Valley als Keimzelle von Weltkonzernen gehört, messen.

Hier kamen gleich mehrere Glücksfälle zusammen. Neben nüchternen Vertragsklauseln sind es die Bürger, die eine Städtepartnerschaft mit Leben füllen und beflügeln. In Kalifornien haben sich Menschen mit Wurzeln in Schleswig-Holstein auch auf der kommunalen Ebene zusammengeschlossen, um Verbindungen nach Norddeutschland zu knüpfen. Ein weiterer Glücksfall ist, dass sich in Kiel und Schleswig-Holstein Leute aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zusammentaten, um den Verein Bay Areas mit dem gleichen Ziel zu gründen. Und der dritte Glücksfall: Politik und Stadtverwaltung in Kiel erkannten die Gunst der Stunde und reagierten schnell. Sie demonstrierten zusammen mit dem Verein durch Besuche, Einladungen, Ideen für Projekte und Gespräche, wie sehr sie sich wünschen, dass Kiel San Franciscos erste deutsche Partnerin mit Türöffner-Funktion für das ganze Land wird. Da fügt es sich gut ins Bild, wenn eine Vertragsunterzeichnung während der Digitalen Woche in Kiel zustande kommt. Es wäre ein starkes Signal aus Schleswig-Holstein in Richtung Innovation mit einem starken Partner an der Seite.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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