Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Michael Kluth zur Bundesliga nach dem Terror
Mehr Meinungen Michael Kluth zur Bundesliga nach dem Terror
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 19.11.2015
Von Michael Kluth

Der Vater sagt: Fahr nicht, Junge.

Die Unsicherheit, von der jetzt allenthalben abgeraten wird, sie ist schon da. Sie schleicht sich in den Hinterkopf, und sie schleicht sich ins Herz. Sie legt sich auf die familiäre Freizeitplanung: Gehen wir auf den Weihnachtsmarkt, auf den Winterdom, ins Konzert? An die Orte und zu den Veranstaltungen, die unser allzu geschwätziger Bundesinnenminister als Terrorziele gleichsam vorgegeben hat? Ja, schon die Frage ist ein Triumph des Terrors. Und nein, man kriegt sie nicht aus dem Kopf. So sehr man es auch möchte.

Ein Kollege hat sich in den Tagen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 nicht in die Kieler Ostseehalle (!) getraut. Nach den Anschlägen vom 13. November 2015 sagt er heute, er würde wohl hingehen. Beides ist zu respektieren. Nachzuvollziehen ist es kaum. Aber Besorgnis ist irrational – und persönlich. Eines ist sie nicht: verwerflich.

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, wohin er geht und wohin nicht. Es gibt auch die Freiheit, besorgt zu sein. Und ein Vater darf seinem Sohn sagen: Fahr nicht, Junge. Lass uns Sky gucken.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Als die Zahl 2005 erstmals richtig publik wurde, löste sie in der Stadt tiefe Bestürzung aus: Ein Drittel der unter 15-Jährigen war auf Sozialgeld angewiesen und galt damit als arm. Zehn Jahre später hat sich die dramatische Zahl kaum geändert, trotz des ebenso lange agierenden Netzwerkes gegen Kinderarmut, trotz aller Anstrengungen von Stadt und Land. Damit lastet ein nachtschwarzer Schatten auf der Landeshauptstadt.

Jürgen Küppers 19.11.2015

Nur eine Stunde nach den Anschlägen in Paris erklärte Frankreichs Präsident François Hollande den Ausnahmezustand für sein Land. Bundespräsident Joachim Gauck sprach wenig später von einer „neuen Art von Krieg“. Es sei „eine Art Dritter Weltkrieg“, der geführt werde, sagte Papst Franziskus.

KN-online (Kieler Nachrichten) 16.11.2015

„Schönen Sonntag noch“, wünschte der Bäcker gestern beim Brötchenholen, und das war sicher nett gemeint. Doch dieser trübe Volkstrauertag konnte nicht schön werden, schon für uns hier oben in Schleswig-Holstein nicht. Wie muss es erst den Menschen in Frankreich in diesen bitteren Stunden gehen?

Christian Longardt 16.11.2015