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Niklas Schomburg zum Segel-Event

Kommentar Niklas Schomburg zum Segel-Event

Ein fünftägiges Komplettpaket aus Messe, Abendprogramm und Sport – das geplante Event am Kieler Ostseekai klingt nach großem Kino. Zugegeben, Überlegungen über Wohl und Wehe der Veranstaltung sind aus heutiger Warte reine Spekulation. Aber: warum nicht?

Dass die Organisatoren mit einem Plan ohne Ausgestaltung an die Öffentlichkeit gehen, darf nicht als Schnellschuss fehlgedeutet werden – sie nehmen eine Gelegenheit wahr. In zwei Wochen beginnt in Hamburg die letzte Hanseboot. Mit dem Aus der Messe entsteht ein Vakuum ausgerechnet dort, wo Jacht- und Sporthäfen die Küsten von Nord- und vor allem Ostsee säumen. Der angekündigte Termin Ende 2018 macht Sinn, weil Hamburg erst für 2019 ein Nachfolgeformat angekündigt hat. Das Gelände mit direktem Zugang zum Sporthafen scheint perfekt zu sein.

Die sinkenden Besucher- und Ausstellerzahlen in Hamburg haben gezeigt, dass das Messe-Feld neben der „boot“ in Düsseldorf abgegrast ist. Nur ein facettenreicheres Großevent hat Zukunft. Es bringt den sprichwörtlichen Berg zum Propheten, die Aussteller zu den Seglern. Das könnte in Kiel funktionieren.

Jedes Segel-Event, egal ob Regatta oder Messe, tut Kiel gut, nicht nur um den Slogan „Sailing City“ zu untermauern. Wichtig für den Erfolg werden die Mitstreiter sein, eine Trägerschaft des Deutschen Segler-Verbandes ist ebenso unerlässlich wie die Unterstützung der Stadt. Dieses Event könnte etwas Großes werden. Es darf nur kein Konjunktiv bleiben.

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Niklas Schomburg
Sportredaktion

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