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Meinungen Niklas Wieczorek zu G-20
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20:12 11.07.2017
Von Niklas Wieczorek

Die volle Dankbarkeit bekommen dagegen derzeit über 20000 Einheiten ab, die auf der Straße aktiv waren. Sonderkonzerte in der Elbphilharmonie, Spenden und Gratis-Aktionen für Polizisten in Hamburg? Wird alles derzeit vorbereitet. Die „Bild“-Zeitung meint sogar, nach Straftätern fahnden zu müssen. Eine solche Solidaritätswelle kennt die Polizei kaum.

 Fragen Sie Polizisten, werden diese sicherlich bestätigen, dass dieser Zuspruch erfreut und bewegt. Doch die meisten Beamten werden Ihnen schlicht sagen, dass sie ihre Pflicht getan haben – und sich dafür in der Zukunft die besten Grundlagen wünschen. Dazu passt die Forderung der Polizei-Gewerkschaften in Schleswig-Holstein, die jetzt eine Überarbeitung der Schutzausstattungen in den Hundertschaften erwarten.

 Wenn wir weiter solche politischen Großveranstaltungen wollen, dann sollte die politische und polizeiliche Führung eine zeitgemäße Ausstattung aller eingesetzten Beamten garantieren. Schließlich ermöglichen sie damit, dass Politik nah an den Bürgern und zugänglich für friedliche Meinungskundgebungen bleibt. Dass auch Polizisten aus Schleswig-Holstein diese Sicherheit in Hamburg so tatkräftig „verteidigen“ mussten, sollte nicht die Regel, aber möglich sein.

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Jetzt sollen also die Kleinsten in ihren Kitas auch schon was zu sagen haben: bestimmen, was es mittags zu essen gibt oder was nicht. Welche Regeln doof und welche Spiele prima sind. Ja, das sollen sie. Und werden dabei schnell merken, dass Demokratie alles andere ist als ein Wunschkonzert.

Jürgen Küppers 11.07.2017

Ein Bummel durchs Hamburger Schanzenviertel ist für viele von uns ein ganz normales Wochenendvergnügen. Hier, im gentrifizierten Altbauquartier, lässt sich ganz wunderbar Mate-Limo trinken, hier gibt es ultra angesagte Sneaker zu kaufen – Großstadtluft für Landeier. Rote Flora, Punks und Linksautonome wurden in den vergangenen Jahren zunehmend zur Folklore – übrigens auch für die Hamburger selbst. So kann man sich täuschen.

Christian Hiersemenzel 10.07.2017

„Eiskönigin“: Das klingt glitzernd, nordisch und unangreifbar. Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein, Rechtsanwältin, Landtagsabgeordnete aus dem Kieler Umland und seit dem Wochenende neue Parteichefin der AfD Schleswig-Holstein, arbeitet gerade intensiv an einem klirrend-kalten Image, zu dem ihr Parteistrategen geraten haben.

Christian Hiersemenzel 10.07.2017