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Meinungen Niklas Wieczorek zu den Bahn-Ausfällen
Mehr Meinungen Niklas Wieczorek zu den Bahn-Ausfällen
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08:02 13.04.2018
Von Niklas Wieczorek

Viel zu lange, das sagen Branchenkenner, hat die für die Schienen zuständige DB Netz gewartet, die Strecken im Norden fit zu halten. Das Chaos auf der Strecke nach Sylt, dazu Komplettausfälle während der Unwetterlagen und jetzt weitere knallvolle oder ausfallende Züge – das verspielt viele Pluspunkte, die die Regionalbahn allgemein in letzter Zeit sammeln konnte, unter anderem durch eine bessere Taktung zwischen Hamburg und Kiel. Den Fahrgast interessieren keine Fragen zu Investitionen oder zum Verhältnis zwischen Netzinstandhalter und -betreiber. Er will planen, losfahren, ankommen.

 Wie so häufig wird das Nachrüsten jetzt auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen. Dass viele Einschränkungen in die Ferien fallen, ist zwar bedacht, schont aber vor allem die Nerven von Familien mit Schulkindern. Die Pendler insgesamt werden erst frohlocken, wenn das Netz widerstandsfähiger ist. Um den Widerstand, in Züge einzusteigen, bis dahin nicht wachsen zu lassen, sollten sich die Beteiligten bemühen, Ausfälle gering zu halten – und im gegenteiligen Fall offen zu kommunizieren und hilfsbereit Alternativen zu suchen. Dann haben Fahrgäste sogar Verständnis für Bauarbeiten und Verspätungen.

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Respektlosigkeit gegenüber der Polizei und zunehmende Gewalt gegen ihre Beamten sind Phänomene, die schon seit Jahren zu beklagen sind. Was nun aber in der Schusterstadt Preetz geschehen ist, verschlägt einem die Sprache.

Christian Longardt 13.04.2018

Der Angriff auf die Preetzer Polizeistation ist erschreckend. Nicht nur deswegen, weil das Gebäude und sogar Polizeibeamte mit Steinen beworfen wurden. Sondern vor allem deshalb, weil sich der Eindruck einer gewissen Hilflosigkeit gegenüber den bekannten Intensivtätern bei der Bevölkerung breitmacht.

Silke Rönnau 12.04.2018

Ja, auch ich habe meine Kinder in der Öffentlichkeit gestillt. Und: Nein, damit gab es keine Probleme – ich wurde weder schief angeschaut noch weggeschickt. Kaum zu glauben, dass jetzt im Jahr 2018, noch dazu im toleranten Norden das Stillen in der Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert wird.

Karen Schwenke 24.04.2018