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Niklas Wieczorek zur Verkehrsstatistik

Kommentar Niklas Wieczorek zur Verkehrsstatistik

Eigentlich sollte das ein Ding der Unmöglichkeit sein: Unsere mit immer mehr und immer modernerer Technik ausgestatteten Autos auf den Straßen strotzen mittlerweile nur so vor Bremsassistenten, Spurhaltesystemen oder Fußgängerfrüherkennungs-Softwarelösungen.

Und doch: In Kiel steigt die Zahl der Verkehrsunfälle seit mindestens einem Jahrzehnt unaufhörlich – die Polizei listet das Jahr für Jahr in ihrer Statistik auf.

 Während bei der Frage, wie wir uns vor den Dieselabgasen schützen wollen, weder in Richtung Autoindustrie mit nachträglichen Einbauten noch in Richtung Autofahrer mit Fahrverboten eine schnelle Lösung in Sicht ist, gibt es beim Thema Unfälle eine einfache Gleichung: Weniger Verkehr bedeutet ziemlich sicher auch weniger Unfälle. Das gilt wohl besonders in einer Großstadt wie Kiel.

 Es ist durchaus ein Grund zur Freude, dass durch die Sicherheitsvorkehrungen und trotz steigender Unfallzahlen die Zahl der Verletzten im Kieler Straßenverkehr zurückgeht. Aber weder Mensch noch Technik sind unfehlbar. Unfälle ganz zu vermeiden, ist also vielleicht ein viel zu hehres Ziel. Stattdessen sollten wir uns alle und immer wieder fragen: Muss ich da und dort überhaupt hinfahren? Und wenn ja, mit welchem Verkehrsmittel? Die Zahl der Bus- und Fahrradunfälle ist übrigens leicht gesunken. Dabei muss gar nicht die Öko-Keule geschwungen werden – vielmehr ist es doch eine Frage der Vernunft, ob wir uns für jede kurze Fahrt in der Stadt hinter das Steuer setzen müssen.

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Verkehrsstatistik 2017
Foto: In Kiel krachte es im Jahr 2017 noch häufiger als im Jahr zuvor, so die Polizei.

Immer mehr Verkehrsunfälle in Kiel: 9184 Mal hat es im Jahr 2017 gekracht. Das sind 3,3 Prozent mehr als noch 2016. Die Zahl steigt seit Jahren. Dagegen gab es aber erneut weniger Verletzte (1442 im Gegensatz zu 1452). Das zeigte der am Montag vorgestellte Verkehrssicherheitsbericht der Polizei.

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