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Ralph Böttcher zum Freibad

Kommentar Ralph Böttcher zum Freibad

Die Strategie, auch nach dem Beschluss der Stadtvertretung am Bürgerbegehren zur Rettung des Freibades festzuhalten, ist aus Sicht der Bürgerinitiative nachvollziehbar.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Kommunalwahl 2018 einen politischen Erdrutsch in Schwentinental verursacht und das Sanierungskonzept zum Einsturz bringt – nach dem engagierten Einsatz für den Weiterbetrieb will man eben auf Nummer sicher gehen. Dieses Misstrauen in die Politik kann man bedauern, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Sindt, oder abenteuerlich finden, wie Bürgermeister Stremlau. Die Initiative möchte halt noch mal der Welt erklären, wofür sie 2700 Unterschriften gesammelt hat. Das ist aller Ehren wert und verlangt Anerkennung. Denn die Abteilung Bürgerbegehren hat nicht nur in der Bevölkerung für die Sache gekämpft. Sie hat auch politisch Druck gemacht und zweifellos ihren Anteil an dem nun gefassten Sanierungsbeschluss.

 Zu spät kommt dagegen der trotzige Hinweis, man hätte eigentlich doch lieber ein schickes neues „Naturbad“ gehabt. Wie bitte? Das Bürgerbegehren hatte immer den „Weiterbetrieb des Freibades“ zum Ziel. Dafür haben die Menschen unterschrieben, die Stadt und die Kommunalpolitiker haben verstanden. Das Ziel ist erreicht, Auftrag erfüllt. Jetzt nachzukarten und mehr zu fordern, geht an der Sache vorbei und entspricht nicht dem Sinn eines Bürgerbegehrens. Die Initiative sollte ihren Erfolg feiern, anstatt neue Luftschlösser aufzubauen. Damit kann sie nur baden gehen.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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