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Alexander Holzapfel zu Holstein Kiel

Kommentar Alexander Holzapfel zu Holstein Kiel

„Papa, schafft Holstein Kiel noch das 2:2?“, fragte mein neunjähriger Sohn (HSV-Fan) zehn Minuten vor Schluss.

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Alexander Holzapfel KN Mitarbeiter

Quelle: Uwe Paesler

Ich hätte es wissen müssen. Der späte Ausgleich der KSV am Sonnabend beim „Club“ in Nürnberg (nach 0:2-Rückstand) war vorhersehbar – schon sieben Mal hatten die Störche in dieser Saison hinten gelegen und mindestens den Ausgleich geschafft. Nach 14 Partien ist Holstein Kiel Erster in der Zweiten Liga. Nicht nur der Filius fragt sich nun, ob sein HSV, der mit einem Drittel der 30 KSV-Punkte an den Bundesliga-Abstiegsrängen kratzt, nächste Saison gegen die oben anklopfenden Kieler spielt.

 Als „völlig übertrieben“ wies KSV-Sportchef Ralf Becker die Zuschreibung „Aufstiegsfavorit“ noch vor 14 Tagen zurück. Die Verantwortlichen wollen nichts vom A-Wort hören oder lesen. Jetzt haben die Störche den Salat. Tabellenführer! Das können die „Auf-Die-Euphorie-Bremse-Treter“ nicht wegdiskutieren. Auch nicht, dass der Vorsprung auf Relegationsrang drei fünf Punkte beträgt.

 So wie Holstein punktet, punktet ein Aufsteiger – und zwar ein kommender. Ein stabileres Gebilde aus Trainer, Mannschaft und Umfeld gibt es ligaweit nirgends. Von Verletzungen blieb das oft begeisternden Fußball spielende Team weitgehend verschont. Spricht wenig gegen eine Fortsetzung der Erfolgsserie (sieben Spiele unbesiegt). Oder?

 Entscheidend wird sein, wie der Aufsteiger mit seiner neuen Rolle des Gejagten umgeht. Die kommenden Partien gegen die Verfolger Ingolstadt und Düsseldorf werden es zeigen.

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