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Sorka Eixmann zu den Knicks

Kommentar Sorka Eixmann zu den Knicks

Er gehört nach Schleswig-Holstein wie das Salz in die Suppe, seinetwegen haben sich Politik und Bauernverband in der Vergangenheit auch schon heftig gestritten: Seit mehr als 250 Jahren prägen Knicks inzwischen auf einer Gesamtlänge von rund 68.000 Kilometern das Landschaftsbild zwischen Nord- und Ostsee.

Und je nachdem, wie der Erdwall und sein Bewuchs gepflegt werden, kann er für die Natur und ihre Lebewesen eine wunderbare Heimat sein. Wie gesagt, es kommt auf seine Pflege und damit auf denjenigen, der ihn fachgerecht „knickt“ und damit sachgerecht pflegt, an. Für den Schleswig-Holsteinischen Heimatbund steht fest, dass Knicks große Bedeutung in der Natur haben, geschätzt leben dort mehr als 7000 Tierarten – von der Goldammer bis zum Reh ist in einem „bunten Knick“ alles zu finden, Wildrosenarten sind dort auch zu finden.

Viele Landwirte behandeln dieses Naturgut vorbildlich – und eben nicht nur nach den gesetzlichen Bestimmungen. Sie machen mehr, genau darauf weist der Heimatbund hin. Grund genug, nach den nervenaufreibenden und bitterbösen Debatten zwischen Landwirtschaft und Politik wieder den Fokus auf das Eigentliche zu richten: Auf die Landwirte, die das Naturgut Knick vorbildlich pflegen und schützen, um den besonderen Lebensraum zu erhalten. Dafür einen Wettbewerb auszuloben ist eine tolle Idee und gleichzeitig Wertschätzung für die gute Arbeit vieler Landwirte.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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Molfsee
Foto: Typisch für Schleswig-Holstein ist die Knicklandschaft. Um Knicks in ihrer ganzen Schönheit dazustellen, hat der Heimatbund einen Knick-Wettbewerb ausgerufen. Projektkoordinator ist der Agraringenieur Jörg Bargmann (links), in der Jury ist auch der Landesbeauftragte für Naturschutz Professor Holger Gerth. Beiden wünschen sich "bunte Knicks", so wie am Freilichtmuseum Molfsee.

Sie prägen das Land seit Hunderten von Jahren, über die Art ihrer Pflege wird gern gestritten: Die Rede ist von Knicks, die Heimat vieler Tierarten sind und ursprünglich Grund und Boden einkoppeln solten. Der Heimatbund hat einen Knickwettbewerb ausgeschrieben: Der beste Knick wird gesucht.

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